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| Der Masterstudiengang Ingenieur- und Hydrogeologie an der Technischen Universität München Federführend von der TUM wird angeboten:
Federführend von der LMU werden angeboten:
Nutzen und Berufsbild des "MSc Ing-Hydro" Der viersemestrige Masterstudiengang Ingenieur- & Hydrogeologie wird von der Technischen Universität München angeboten. Der Master-Abschluss ist dem Diplom äquivalent, ermöglicht aber eine nachhaltigere Vertiefung nach den Erfordernissen von Berufspraxis und Wissenschaft mit einem entsprechend angewandten Profil in Ingenieurgeologie, Hydrogeologie und Geothermie. Ingenieurgeologie ist die Wissenschaft der Untersuchungen und der Lösungsansätze von Ingenieur- und Umweltproblemen, die aus der Interaktion von menschlichen Aktivitäten mit der Geologie entstehen, sowie die Wissenschaft der Vorhersage von, und des Schutzes vor geologischen Gefährdungen (Naturgefahren). Die Ingenieurgeologie ist somit eine Wissenschaft mit einem starken Bezug zu angewandten geologischen Fragestellungen. Die Ingenieurgeologie umfasst dabei:
In diesem Zusammenhang arbeiten Ingenieurgeologen bei Ingenieurbüros und Ämtern/Behörden in Planung & Vorsorge, Dokumentation & Nachsorge genauso wie bei bauausführenden Firmen. Zur Zeit erhalten 80 - 90 % der Studienabsolventen bzw. Promovierten in diesem Zweig der angewandten Geologie einen Arbeitsplatz. Zur Zeit übersteigt die Nachfrage die Anzahl unserer Absolventen. Beschreibung des Studiengangs und Besonderheiten Der Masterstudiengang Ingenieur- und Hydrogeologie ist in Bayern einmalig, da an der Technischen Universität München die Lehrgebiete Ingenieurgeologie, Hydrogeologie, Hydrochemie und Geothermie mit jeweils entsprechend gut eingerichteten Lehrstühlen existieren. Bundesweit besitzen zur Zeit nur weitere drei weitere Universitäten das Potential für die Entwicklung eines solch umfangreichen Programms: die RWTH Aachen, die TU Darmstadt und die TU Berlin. Wir verstehen dabei unseren Master als sich stetig weiterentwickelnden Studiengang, der den aktuellen Erfordernissen von Wissenschaft und Praxis entsprechend dynamisch angepasst werden muss. Daher wurde der Studiengang zum WS 2010/11 nach den aktuellen Vorgaben des Ministeriums und der TUM inhaltlich und strukturell überarbeitet. Berücksichtigt wurden dabei auch die Akkreditierungsrichtlinien der Deutschen Gesellschaft für Geotechnik DGGT für die Ausbildung und Lehre in der Ingenieurgeologie und die Empfehlungen für die fachlichen Voraussetzungen für Sachverständige für Geotechnik, Anforderungen an Sachkunde und Erfahrung (Entwurf). Desweiteren untertützt die TUM die Weiterentwicklung auf diesen Gebieten durch die Einrichtung von insgesamt drei neuen Professuren. Die Hydrogeologie und Geothermie werden seit WS 2008/09 mit der Einrichtung eines eigenständigen Fachgebiets in der vollen fachlichen Breite seitens der TUM angeboten. Damit sind sowohl die physikalisch orientierte Hydrogeologie (Bewegung von Grundwasser in Locker- und Festgesteinen und ihre Wechselwirkungen) und die Geothermie fester Bestandteil des Lehrprogramms des MSc Ing-Hydro. Die Hydrochemie wird schon immer seitens des Lehrstuhls für Analytische Chemie (Prof. Nießner; ehem. Wasserchemie) abgedeckt. Durch die Trennung des Fachgebiets Hydrogeologie und Geothermie in einen Lehrstuhl für Hydrogeologie und ein Fachgebiet für Geothermie im Jahr 2012 wird der Entwicklung und der Nachfrage auf diesem Gebiet weiter Rechnung getragen. Zudem wurde am 1. Oktober 2011 ein neues Fachgebiet für Monitoring, Analyse und Frühwarnung von Hangbewegungen eingerichtet, um eine Vertiefung im Sektor alpine Naturgefahren auch in der Lehre zu gewährleisten. Diese Professur wird vom Projekt TUM Agenda Lehre zunächst auf 5 Jahre finanziert und unterstützt die Etablierung eines TUM Kompetenzzentrums Naturgefahren. Der Masterstudiengang Ingenieur- und Hydrogeologie wird somit von vier eigenen Professuren betrieben, eine davon neu seit WS 2008/2009, eine seit WS 2010/11 und eine weitere wird voraussichtlich zum WS 2011/12 neu besetzt. Aufbau des Studiengangs Der Studiengang umfasst vier Semester und ist in fünf thematische Blöcke untergliedert, die semesterübergreifend verteilt sind.
Im Block Grundlagen und fachübergreifende Qualifikation werden geowissenschaftliche Grundlagen der Angewandten Geologie, Regionalen Geologie, Hangbewegungen und fachübergreifende Qualifikationen vermittelt. Eine Besonderheit stellt ein Modul zur Homogenisierung von geowissenschaftlichem Basiswissen der Studierenden im ersten Fachsemester dar. Dies dient der fachlichen Integration externer in- und ausländischer Bewerber aus verwandten Bachelorstudiengängen. Dadurch werden auch Bestrebungen zur Internationalisierung effektiv unterstützt. Die Vermittlung von Fachwissen und die professionelle Kommunikation im Beruf stellen essentielle Qualifikationen der Absolventen dar, die sie innerhalb des Moduls fachübergreifende Qualifikation erwerben. Im Block Ingenieurgeologie werden Veranstaltungen zu Bodenmechanik und Grundbau, Felsmechanik und Felsbau und eine Projektarbeit angeboten. Der Block Hydrogeologie und Geothermie enthält Veranstaltungen zu hydrogeologischen Methoden, Strömung und Transport, oberflächennaher und tiefer Geothermie. Der Block Laborübungen umfasst Praktika im Boden- und Felslabor und Laborpraktika zur Hydrochemie und zum Stofftransport. Inhaltlich gesehen, gehört dieser Block zur einen Hälfte zum Block Ingenieurgeologie und zur anderen Hälfte zum Block Hydrogeologie. Im breit angelegten Wahlblock wird eine Vielzahl von Spezialveranstaltungen in der Ingenieur- und Hydrogeologie angeboten, wie z.B. Angewandte Quartärgeologie, Geostatistik, eine Hangbewegungskartierung mit Übung zu Geoinformationssystemen, Numerische Modellierung, Mineralische Rohstoffe, Technische Gesteinskunde, Technische und Regionale Hydrogeologie, Hydrochemie und Chemische Analytik. Es können aber andere Veranstaltungen aus dem reichhaltigen Angebot anderer Masterstudiengänge des Münchner Geozentrums und der Fakultät Bauingenieur- und Vermessungswesen der Technischen Universität München im Umfang von bis zu 6 Credits gewählt werden. Diese Module können von den Studierenden je nach individuellem Studienschwerpunkt beliebig zusammengestellt werden. Das Studium schließt im vierten Semester mit der Anfertigung der Masterarbeit ab. Das Thema der Masterarbeit bestimmt den Studienschwerpunkt Ingenieurgeologie oder Hydrogeologie. Die Vermittlung des Lehrstoffes erfolgt neben klassischen Vorlesungen in hohem Maße durch Geländeübungen, Kartierungsübungen sowie durch Projektstudium und praktische Übungen mit ingenieurgeologischen, hydrogeologischen und ingenieurwissenschaftlichen Anschauungsobjekten. Als Zulassungsvoraussetzung zum Masterstudium ist ein mindestens 6-wöchiges Industrie- bzw. Berufspraktikum nachzuweisen. Studienbegleitende Berufspraktika werden dringend empfohlen, da sie der Vorbereitung auf den Berufseinstieg dienlich sind. Sie sind aber nicht verpflichtend. Eine mehrmonatige Praktikumstätigkeit im In- oder Ausland in Urlaubssemestern wird aufgrund der Praxisorientierung der Ingenieur- und Hydrogeologie stark unterstützt, weil dies die Ausbildungsziele nachhaltig fördert, den Horizont erweitert und zudem die beruflichen Chancen erhöht. 1. ALLGEMEINES
2. PRAKTIKUM
3. WICHTIGE ADRESSEN
4. PRÜFUNGSAUSSCHUSS Die Anrechnung von Vorleistungen (Credits) erfolgt durch den Prüfungsausschuss |