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Das Geologie-Studium an der TU-München
(wurde zum WS 2006/07 eingestellt, keine Neueinschreibung mehr möglich)

Der Lehrstuhl für Ingenieurgeologie vertritt zunächst die klassischen Gebiete der Geologie in Forschung und Lehre:

  • Allgemeine Geologie
  • Regionale und Historische Geologie
  • Quartärgeologie
  • Tektonik & Gefügekunde
  • Mineralogie & Petrographie

An einem Lehrstuhl der Technischen Universität München bilden jedoch die angewandt-technisch ausgerichteten Fächer den Schwerpunkt der Arbeit. Das Grundlagenstudium in den klassischen Fächern wird deshalb ergänzt durch

  • Ingenieurgeologie
  • Naturgefahren (Hangbewegungen/Geologische Massenbewegungen)
  • Technische Gesteinskunde (incl. Industrieminerale, nichtmetallische Rohstoffe, Tonminerale, technische Petrographie)
  • Hydrogeologie (am Lehrstuhl für Hydrogeologie und Hydrochemie)
  • Boden- und Felsmechanik (zusammen mit dem Zentrum Geotechnik)
  • Geoinformationssysteme (zusammen mit dem Fachgebiet Geoinformationssysteme)

in denen vor allem auch eine fundierte Ausbildung durch Vorlesungen, Übungen, Praktika und Geländeübungen geboten wird.

Neben Grundlagenforschung und Lehre wird auch aktiv Auftragsforschung betrieben, und zwar sowohl in Form von gemeinsamen Forschungsvorhaben mit der freien Wirtschaft und mit dem Geologischen Dienst des Landesamts für Umwelt als auch in Form von Gutachten und Dokumentationen auf den Gebieten Tunnel- und Felsbau, Hangbewegungen und der technischen Gesteinsprüfung im Boden- und Felslabor. Dies gewährleistet einen guten Kontakt zur Praxis und zu aktuellen Entwicklungen in der Industrie.

 

Allgemeine Studieninformationen

Studienbeginn:                       jedes Wintersemester
Regelstudienzeit:                   9 Semester
Abschluß:                                Diplom
Zulassungsvoraussetzung:    Allgemeine Hochschulreife
Zulassungsbeschränkungen: keine

Studentenzahlen WS 2005/2006
1. Semester:          36
gesamt:                  ca. 150
Abschlüsse 2005: 12
durchschnittliche Studiendauer: 10-11 Semester

 

Abschluss

  • 4 mündliche Hauptdiplomprüfungen
  • Diplomarbeit & Diplomkartierung
  • Geländeübungen (ca. 70 Tage)
  • mindestens 8 Wochen Praktikum in der freien Wirtschaft

Betätigungsfelder der TUM-Geologieabsolventen
in den Jahren 1990 bis 2001

Von insgesamt 210 erfassten TU-Absolventen mit einem Diplom in Geologie fanden 193 nach dem Studium eine Beschäftigung, die direkt mit der Geologie zu tun hat, der größte Teil davon im Bereich der Angewandten Geologie. Maßgeblich für die Statistik sind dabei die ersten 6 Monate nach dem Abschluß.

  • 56,9% haben eine Arbeitsstelle im Bereich der Angewandten Geologie
  • 10,1% sind im öffentlichen Dienst beschäftigt
  • 18,3% arbeiten über Projekte (DFG, BMFT etc.), Stipendien oder eigene Finanzierung an Dissertationen.
  • 6,0% arbeiten in einer geologiefremden Branche (Softwareindustrie, Fremdsprachen, Versicherungen, etc.)
  • Arbeitssuchend sind momentan 1,4%.

Im Bereich der angewandten Geowissenschaften gliedern sich die Betätigungsfelder wie folgt auf:

  • 54,8% der im angewandten Feld Tätigen sind in einem Ingenieurbüro (Ingenieur- und Hydrogeologie) beschäftigt
  • 24,2% im Umweltsektor (Deponiestandorterkundung, Altlastensanierung etc.)
  • 7,3% in der Bauindustrie
  • 8,1% in der Rohstoffindustrie (Rohstoff- und Lagerstättenexploration und -gewinnung)
  • 5,6% sind freiberuflich vor allem im Bereich der Ingenieur- und Hydrogeologie tätig

Nach unseren Erkenntnissen hat sich die Ausrichtung der Lehrinhalte hin zur Ingenieur- und Hydrogeologie auf die Chancen unserer Absolventen eine Anstellung in einem geowissenschaftlichen Beruf zu finden äußerst positiv ausgewirkt. Unsere Absolventen sind gesuchte Spezialisten für alle ingenieur- und hydrogeologische Fragstellungen im Grund- und Felsbau sowie Tunnelbau und Spezialtiefbau. Deshalb findet heute praktisch jeder Absolvent trotz Rezession einen Arbeitsplatz - in der Regel im angewandten Bereich.

Entsprechende Mobilität vorausgesetzt, könnten heute mehr Stellen vermittelt werden, als Absolventen zur Verfügung stehen.

In den letzten Jahren ist bei den Absolventen wieder ein Trend zu verzeichnen, durch eine Promotion in der angewandten Wissenschaft Fuß zu fassen und auch die Aufstiegsschancen in der freien Wirtschaft zu verbessern .

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