Vorstellung Bachelorarbeiten

Abstracts zu den Bachelorarbeiten 2010
1

Termin 15.07.10, Uhrzeit 15:00 - 15:15
Sebastian Lenz, Bachelorarbeit:

Im Rahmen der Vorarbeit für eine Detailerkundung eines Basaltvorkommens in Nordhessen für die Basalt AG, fand eine geologische Oberflächenkartierung im Maßstab 1:5000 statt. Es handelt sich um eine durchschnittlich 35 m mächtige Basaltdecke aus dem Miozän. Sie überlagert diskordant Sedimente des Oberen Buntsandsteins mit einem Muschelkalk verfüllten Grabenbruch. Auf einer Fläche von  95 ha ist anstehender Basalt zu erwarten. Die Kartierung nimmt die Beschaffenheit, Verbreitung und Erscheinungsformen der oberflächlich zugänglichen Basalte auf und klassifiziert die Lesesteine nach Varietät und Sonnenbrandklasse. Es lassen sich grundlegend  4 Basaltvarietäten unterscheiden. Ein körniger Basalt großer Festigkeit und muschelig-strahlenförmigem Bruch, ein feinkörniger Basanit spröder Natur, anfällig für das Entfestigungsphänomen des Sonnenbrenners, des Weitern ein fester Augit-Basalt mit variablem Gefüge und poröser Verwitterungsform, sowie ein verhältnismäßig grob ausgebildeter Mikro-Gabbro mit stängeligem Gefüge. Auffallend ist der direkte Zusammenhang zwischen grobem Gefüge und sphäroidaler Verwitterungsform der gefundenen Lesesteine. Ein aufgelassener Steinbruch auf der Ostseite des Bergs zeigt senkrecht stehende, dicksäulige Ausbildung des Basalts unter der Geländeoberfläche. Die Qualität des Materials ist als gut bis sehr gut einzustufen ist. Dafür sprechen das allgemein niedrige Sonnenbrandauftreten sowie die Tatsache, dass Blockansammlungen mit teils scharf-kantigen Blöcken, großflächig vorkommen.

Betreuer: Dr. Gerhard Lehrberger

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2

Termin 15.07.10, Uhrzeit 15:15 - 15:30
Antonia Gött, Bachelorarbeit:

Hydrophobierung von Naturwerkstein

Im Rahmen dieser Bachelorarbeit soll untersucht werden mit welchem Hydrophobierungsmittel die Wasseraufnahme des Teplá- Trachyts sowie die des Dörfler Gneis am wirkungsvollsten vermindert wird.
Der Teplá- Trachyt wird von der Firma Max Bögl & Joseph Krýsl seit 1990 in Tchechien abgebaut. Die Matrix ist dicht bis sehr feinkörnig und als Hauptbestandteil liegt Kalifeldspat mit 88,8% vor. Der Dörfler Gneis stammt aus dem Erzgebirge, ist grau und enthält dicke Glimmerbänder.
Die zu testenden Trachyt- und Gneisplatten besitzen eine polierte und eine sägerauhe Seite. Auf beiden Seiten werden Versuche durchgeführt.
Ziel dieser Bachelorarbeit ist es die wasserabweisende Wirkung verschiedener Hydrophobierungsmittel von verschiedenen Firmen zu testen. Bereits bekannte und getestete Hydrophobierungsmittel werden dazu nicht nach Anleitung aufgetragen, sondern alle nach Menge und Art des am besten hydrophobierenden Mittels verwendet.
Die Wasseraufnahme wird mit Hilfe des Karsten' schen Prüfröhrchens getestet.und zwar vor, nach einmaliger, zweimaliger und dreimaliger Hydrophobierung. Ausgewertet wird mit dem Calcarow Programm, wobei das aufgenommene Wasser gegen die Zeit geplottet wird.
Unter anderem sollen die optischen Eigenschaften, also die Veränderung durch die Hydrophobierung, das unterschiedliche Wasseraufnahmeverhalten der beiden Gesteine und der Einfluss auf den Verschmutzungsgrad überprüft werden. Hierzu wird der Flecktest genutzt, bei dem Speiseöl und Rotwein mit einer Pipette auf die Gesteinsoberfläche aufgebracht werden und eine Stunde einwirken.

Betreuer: Dr. Gerhard Lehrberger

3

Termin 15.07.10, Uhrzeit 15:30 - 15:45
Max Haase, Bachelorarbeit:

Stratigraphische Stellung, Zusammensetzung und Genese einer kreidezeitlichen, submarinen Brekzie im Ifengebiet (Helvetikum, Nordalpen)

Im Ifengebiet ist am Schwarzwasserbach nahe der Auenhütte eine helvetische Schichtfolge vom Schrattenkalk (höhere Unterkreide) bis zu den Amdener Schichten (Oberkreide) aufgeschlossen. Normalerweise liegt zwischen diesen beiden Schichtgliedern die Garschella-Formation und der Seewerkalk. In diesem Aufschluss im Schwarzwassertal scheinen diese jedoch zu fehlen und durch eine Brekzie ersetzt zu sein. Sie besteht aus einer feinkörnigen, dunkelgrauen, quarz- und glaukonitreichen Grundmasse, in der hauptsächlich helle, karbonatische, teilweise sehr fossilreiche, aber auch dunkle, eckige Komponenten schwimmen. Bei den Brekzienkomponenten (Extraklasten) handelt es sich überwiegend um Schrattenkalkfragmente unterschiedlicher Fazies, daneben aber auch um Calpionellenkalke und Phosphoritsandsteine, Bruchstücke von Belemnitenrostren und Fragmente von Orbitolinen sind häufig.
Bisher wurde diese Brekzie, die Komponenten bis zu 10 cm Durchmesser enthält, offenbar noch nicht beschrieben, was den Anlass gab, sie im Rahmen einer Bachelorarbeit genauer zu untersuchen. Meine Aufgabe besteht nun darin, das aufgeschlossene Profil möglichst genau aufzunehmen, die Kontakte zum Hangenden und Liegenden der Brekzie zu finden und anhand von Dünnschliffen ihre Zusammensetzung zu untersuchen, um Aussagen über ihr Alter und ihre Genese machen zu können. Möglicherweise handelt es sich um ein Olistostrom. Um die Verbreitung der Brekzie abzugrenzen und die Lagerungsverhältnisse zu bestimmen wird zudem die unmittelbare Umgebung des Aufschlusses im Maßstab 1:5000 geologisch kartiert.

Betreuer: Prof. Herbert Scholz

4

Termin 15.07.10, Uhrzeit 15:45 - 16:00
Franziska Dolp, Bachelorarbeit:

Geologie und Genese der altpleistozänen Konglomerate am Waagegger Sporn bei Wildpoldsried im Allgäu

Der Waagegger Sporn ist ein markanter, von älteren pleistozänen Konglomeraten aufgebauter Höhenrücken nordöstlich von Kempten. Er trennte einst den Wildpoldsrieder- vom Dietmannsrieder Lobus des Illervorlandgletschers. Die südlichste Spitze des Waagegger Sporns wird von stark verfestigten Schmelzwasserschottern aufgebaut, auf denen die Ruine Waagegg steht. Sie liegen einem von Hangbewegungen betroffenen Sockel aus Mergeln der Oberen Süßwassermolasse auf. Konglomerate und Mergel werden teilweise von würmeiszeitlichen Geschiebemergeln überdeckt. Entsprechend der starken Veraschung der Dolomitgerölle dürften die Konglomerate ein altpleistozänes Alter besitzen.
Die Besonderheit besteht darin, dass sich die Konglomerate sedimentologisch deutlich von den meisten anderen pleistozänen Schmelzwasserkiesen des Alpenvorlandes unterscheiden. Hier wechseln sich grobkiesige Konglomerate und Sandsteinlagen ab, die alle gleichsinnig nach NW einfallen (large-scale-cross-bedding). Der Fels ist durch Klüfte zerlegt, die teilweise durch Setzungen und Hangbewegungen geöffnet sind. Die Klüfte sind unterschiedlich alt. Einige durchsetzen die Schichtung scharf und sind offensichtlich nach der diagenetischen Verfestigung entstanden; andere zeigen deutliche Schleppungen der Schichtung und sind deshalb wohl bereits synsedimentär angelegt gewesen.
Der große Aufschluss (siehe Abbildung) soll  mit Hilfe von Fotos, Zeichnungen und einer maßstäblichen Aufrissdarstellung dokumentiert und die unmittelbare Umgebung im Maßstab       1 : 5000 geologisch kartiert werden. Mit Hilfe von Geröllzählungen und Dünnschliffen sollen die Sedimente so wie deren Diagenese genauer untersucht werden. Auf dieser Grundlage soll versucht werden, ein Modell zur Genese dieses hochinteressanten Konglomeratvorkommens zu entwickeln. Möglicherweise handelt es sich um Teile eines alten Deltakomplexes, eines nach NW geschütteten Einsranddeltas innerhalb einer Kamesterrasse des altpleistozänen Illergletschers.

Betreuer: Prof. Herbert Scholz

5

Termin 15.07.10, Uhrzeit 16:15 - 16:30
Katharina Döhler, Bachelorarbeit:

Sedimentologische und sedimentpetrographische Untersuchungen an Sandsteinen der Unteren Süßwassermolasse (Untermiozän) in einem auf­gelassenen Sandsteinbruch in St. Mang, Kempten

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung, Dokumentation und sedimentologischen Inter­pretation der Strukturen der Sandsteine aus der Unteren Süßwassermolasse (USM). Die USM besteht hier, am Nordrand der Hauchenberg-Schuppe (Faltenmolasse), aus mächtigen Sandstein-Mergel-Wechselfolgen in denen gelegentlich auch geringmächtige, kleingeröllige Konglomerateinschaltungen vorkommen. Die senkrechten Wände des aufgelassenen Stein­bruchs in St. Mang (Kempten, Eigentum der Familie Strenkert, heute als Minigolfplatz ge­nutzt) zeigen auf einmalige Weise einen 3D-Anschnitt eines dieser mehrere Meter bis Deka­meter mächtigen Sandsteinpakete. Anhand der Untersuchung, Aufnahme und Interpretation der Steinbruchwände und der dort angeschnittenen Strukturen, wird ein 3D-Modell entwickelt und die Genese dieser Sandsteine diskutiert. Neben der fotografischen Dokumentation und zeichnerischen Auswertung der Strukturen wird dabei auch das Gestein anhand von Dünn­schliffen petrographisch untersucht und hinsichtlich der hier vorkommenden Lithoklasten, Korngröße, Kornverteilung, Rundungsgrad und Zementation analysiert. Es werden auch statistische Messungen zu den Schüttungsrichtungen gemacht, um das genetische Modell zu vervollständigen. Abgerundet werden die Untersuchungen durch eine Analyse der hier auftretenden Kluftsysteme. Ziel dieser Arbeit ist es von dem Steinbruch ein Blockbild zu erstellen, aus der Beschreibung und Interpretation der Strukturen ein genetisches Modell zu entwickeln und dieses in den Kontext der Umgebung zu integrieren.

Betreuer: Prof. Herbert Scholz

6

Termin 15.07.10, Uhrzeit 16:30 - 16:45
Franziska Donath, Bachelorarbeit:

Aufbau und Genese eines mit jurassischen Sedimenten verfüllten neptunischen Ganges in obertriassischen Kalksteinen des Steinbruch Fall (Nordtirol)

Im Steinbruch Fall der Firma Schretter & Cie bei Vils in Tirol sind in beige gefärbten arenitisch-oolithischen Kalken aus dem Rhät vertikal orientierte, einige cm bis mehr als 1 m breite Gänge aufgeschlossen, die mit bunten Kalksteinen verfüllt sind.  Offensichtlich handelt es sich hierbei um Karbonate der überlagernden bunten Jura-Schwellenkalke. Im Zuge einer Dehnungsphase ab dem Oberrhät sind sie als untermeerische Spalten entstanden und von oben her mit Sediment gefüllt worden.
Die Gangfüllungen weisen durch unterschiedlich rot gefärbte Kalke, Brekzien und Fossilanhäufungen eine deutliche Zonierung auf, die auf ein mehrphasiges Aufbrechen und Verfüllen mit Sediment hindeutet. Resthohlräume in Brachiopodenschalen oder unvollständig verfüllten Spaltenabschnitten sind zu einem späteren Zeitpunkt mit diagenetischen, symmetrisch zonierten Faserzementen ausgefüllt worden. Besonders auffällig sind hierbei dunkle Säume am Kontakt der Zemente mit dem umgebenden Gestein, bei denen es sich um Phosphatkrusten handeln könnte.
Im Rahmen dieser Bachelorarbeit, wird ein neptunischer Gang dokumentiert und die Gangfüllung sowie das Nebengestein in Dünnschliffen untersucht. Anhand von Vergleichen der Untersuchungsergebnisse mit ähnlichen Strukturen, die in der Literatur beschrieben werden, soll schließlich die Entstehung im erdgeschichtlichen Kontext, die Art und Weise der Verfüllung und der daraus resultierende interne Aufbau der Gänge im Steinbruch Fall diskutiert und interpretiert werden.

Betreuer: Prof. Herbert Scholz

7

Termin 15.07.10, Uhrzeit 16:45 - 17:00
Markus Hübner, Bachelorarbeit:

Vergleich der Geröllspektren aus Eisrandablagerungen der würmeiszeitlichen Maximalstände im Allgäu.

Aus Moränenwällen der würmeiszeitlichen Maximalstände des östlichen Lech-Wertach-Vorlandgletschers (Friesenrieder Lobus) sowie des Iller-Vorland­gletschers (Wildpoldsrieder und Dietmannsrieder Lobus) sind Proben aus insge­samt 15 Kiesgruben bzw. Baugruben entnommen worden. In allen Fällen wurden jeweils 300 Gerölle der Grobkiesfraktion ausgesiebt, daraus mit Hilfe makrosko­pischer Gesteinsansprache Geröllspektren ermittelt und miteinander verglichen. Aufgrund der unterschiedlichen Ein­zugs­gebiete der beiden Vorland­gletscher sind Geröllspektren zu erwarten, die hinsichtlich des Gehaltes an be­stimmten Leitge­schieben voneinander deutlich abweichen sollten. So nimmt z.B. Wetter­stein­kalk nur im Einzugsgebiet des Lech-Wertach-Vorlandgletscher größere Flächen ein, nicht aber im Einzugsgebiet des Iller-Vorlandgletschers. Entsprechend sollten Wettersteinkalk-Gerölle in Abla­gerungen des Lech-Wertach-Vorland­gletscher deutlich häufiger sein als in denen des Iller-Vorlandgletschers. Signifi­kante Unterschiede sind auch hinsichtlich der Gehalte an Flyschsandsteinen, Brekzien der Kalkalpinen Kreide oder der bunten Jura-Schwellenkalke zu er­war­ten. Die Aufgabe liegt darin, diese Erwartungen mit den tatsächlichen Geröllspek­tren zu vergleichen. Die Untersuchun­gen sollen Standards liefern, die die Diskus­sion über die Herkunft alt- und ältestpleistozäner Schmelzwasser­schotter im schwäbischen Alpenvorland auf eine solidere Grundlage stellen als bisher.

Betreuer: Prof. Herbert Scholz

8

Termin 15.07.10, Uhrzeit 17:00 - 17:15
Sybille Knapp, Bachelorarbeit:

Der Prozess der Dolomitveraschung und dessen Einfluss auf die hydrogeologischen Parameter von karbonatischen Schmelzwasserkiesen

In dieser Bachelorarbeit geht es um die Verwitterungsprozesse an verschiedenen Dolomitgeröllen in den karbonatischen Schmelzwasserkiesen bei Memmingen im Unterallgäu. Hierbei handelt es sich um glazifluviatile Hochterrassen- und Nieder-terrassenschotter aus der Riß- und Würmeiszeit im nördlichen Vorfeld des Iller-Vorland-Gletschers.

Das primäre Ziel der Arbeit ist es, verschiedene Stadien der Verwitterung vom un-verwitterten Geröll bis hin zur Dolomitasche ausfindig zu machen und voneinander abzugrenzen. Hierzu sind Geröllproben aus unterschiedlich alten Schottern in augenscheinlich diversen Verwitterungszuständen ausgewählt worden.

Es kommen mehrere Untersuchungsmethoden zum Einsatz.
Zunächst wurden Dünnschliffe hergestellt, nachdem die mürben Proben mit Araldit imprägniert worden waren. Danach wurden die Dünnschliffe mit Alizarin S angefärbt, um den Gehalt und die Verteilung von eventuell vorhandenem Calcit zu bestimmen. Der Calcit könnte als Indikator unterschiedlicher Verwitterungsstadien gelten. Die Dünnschliffe wurden zudem unter dem Mikroskop mit Fluoreszenzlicht untersucht.
Außerdem konnten mit einem Rasterelektronenmikroskop Aufnahmen des festen Geröllkerns sowie der losen Dolomitasche gemacht werden, um dort die Korn-kontakte zu erkunden.
Des weiteren dienen Pulverproben von schwach verwittertem Kern und vollständig verwitterter Asche diverser Gerölle zur Analyse im Röntgendiffraktometer. Auf diese Weise werden die Anteile der einzelnen Minerale im Geröll berechnet.

Zum Abschluss der Arbeit ist eine Bewertung des Einflusses der Verwitterung auf die hydrogeologischen Parameter in den Schmelzwasserkiesen geplant. Dabei ist vor allem die Verschiebung der Korngrößenverteilung und die mögliche Kolmatierung von Porenräumen durch die Dolomitasche von großem Interesse.

Betreuer: Prof. Herbert Scholz

 

9

Termin 15.07.10, Uhrzeit 17:15 - 17:30
Manuel Pickel, Bachelorarbeit:

Struktur und Genese eines obertriassischen Stromatolithen aus den Allgäuer Alpen

Die Bachelorarbeit befasst sich mit einem komplexen Stromatolithen, der vermutlich aus den Kössener Schichten stammt. Der dunkle Kalksteinblock (vgl. Abb), an dessen Oberseite die Enden fingerförmiger Stromatolithen (sh-Typ) herausgewittert sind, wurde Anfang der 70er Jahre im Felssturzareal westlich von Hinterstein im Allgäu aufgesammelt. Im Abrissgebiet dieses Felssturzes stehen Kössener Schichten tatsächlich an. Durch eine Schenkung kam der Stromatolith in die Gesteinssammlung der TU München.
Das Substrat, welches am unteren Ende des Blocks in kleineren Bereichen erhalten ist, sowie die schuttgefüllten Zwickel zwischen den Stromatolith-Säulen ,sollen durch Dünnschliffe genau untersucht werden, um über die hier vorkommenden Fossilbruchstücke und Mikrofossilien Aussagen über Milieu, Alter und Genese machen zu können. Zudem wird der innere Aufbau der Laminae des Stromatolithen sowie überwachsene sessile Organismen näher untersucht, die auf dem Stromatolithen gelebt haben.
Zudem wird anhand von Dünnschliffserien versucht, die räumliche Struktur des Stromatolithen genau zu erfassen, um Angaben über sein Wachstum machen zu können. Seine Struktur soll zusätzlich durch die Analyse großformatiger Folienabzüge erkundet werden. Dadurch kann man ihn besser mit anderen komplexen Stromatolithen vergleichen, die vorwiegend aus dem Proterozoikum stammen. Aufgrund der zahlreichen Klüfte zerfällt das Gestein beim Sägen aber in kleinere Stücke, was die Anfertigung großformatiger Dünnschliffe, Anschliffe und Folienabzüge sehr erschwert. 

Betreuer: Prof. Herbert Scholz

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Termin 22.07.10, Uhrzeit 15:00 - 15:15
Peter Ellecosta, Bachelorarbeit:

Ingenieurgeologische Trennflächenaufnahme am Burgfelsen von Schloss Summersberg in Gufidaun / Südtirol und Bestimmung felsmechanischer Parameter

Diese Bachelorarbeit befasst sich mit dem mehr oder weniger instabilen Burgfelsen von Schloss Summersberg in Gufidaun, Südtirol, Italien. Der Grund für diese Untersuchung ist, dass der Burgfels schon seit längerer Zeit beobachtet wird, da es an seiner sehr steilen Nordflanke häufig zu Steinschlägen und bereits zu mehreren Felsstürzen gekommen ist. Zu nennen ist hier ein größerer Felssturz in den 1950er Jahren, bei dem ein ca. 20 m langer Abschnitt der Burgmauer in die 70 m tiefe Schlucht des Villnößer Baches abgestürzt ist und dabei auch den Verkehr auf der dort verlaufenden Straße gefährdete. Im Frühjahr diesen Jahres wurde deshalb vom Amt für Lawinenschutz und Wildbach­verbauung damit begonnen, den Burgfelsen und speziell den besonders gefährdeten Nordturm zu sichern.
Das Ziel der Bachelorarbeit ist, den Grund herauszufinden, warum der Burgfelsen an einigen Stellen standfest, aber an anderen Stellen wesentlich instabiler ist. Daher wurde der Burgfelsen, der komplett aus einem sehr heterogenen Metagabbro besteht, mittels einer Detailkartierung im Maßstab 1 : 250 in einzelne lithologische Einheiten untergliedert. Anhand von Dünnschliffen, die für jede Einheit angefertigt wurden, konnte die makroskopische Untergliederung und Ansprache mikroskopisch noch ergänzt und verifiziert werden. Um den Felsen ingenieurgeologisch zu charakterisieren und mit Kennwerten zu versehen, wurde eine Trennflächenkartierung auf  dem gesamten Burgfelsen, aber speziell im Nordbereich durchgeführt. Um dazugehörige Gesteinskennwerte zu ermitteln, wurden vor allem Gesteine der gefährdeten Bereiche im Labor auf ihre Schallgeschwindigkeit und einaxiale Druckfestigkeit untersucht.
Die ingenieurgeologische Charakterisierung soll helfen, das Gefahrenpotential vor und nach der Sicherung in verschiedenen Bereichen des Burgfelsens einzuschätzen. Ebenso wurden die durchgeführten Sicherungs­maßnahmen bewertet. Für die weitere Zukunft soll diese Arbeit auch als Grundlage und Orientierung für künftige Maßnahmen dienen.

Betreuer: Prof. Kurosch Thuro, Dipl. Geol. Bernhard Lempe

11

Termin 22.07.10, Uhrzeit 15:15 - 16:05
Benjamin Farnbacher
Sebastian Huhn
Nadine Lehmann
Regina Stöger
Carola Wieser
Gordian Woyde

Kartierung der Hangbewegungsphänomeneam Hochufer der Isar im Bereich Pullach und Grünwald

In den 1970er Jahren bildeten sich am rechten Hochufer der Isar bei Grünwald zwei Großrutschungen aus. Die Rutschungen wurden zwischen 1970 und 1985 durch das Bayerische Geologische Landesamt (insbesondere Herrn Dr. Jürgen Baumann) intensiv bearbeitet. Da am rechten und linken Hochufer der Isar auch Reste älterer Rutschereignisse zu finden sind, wurde, ausgehend von den bekannten Rutschungen, im Zuge von Bachelorarbeiten 2008 begonnen, die Hangbewegungsphänomene sowohl am Grünwalder als auch am Pullacher Ufer weiter nach Süden zu kartieren.
Die Bachelorarbeiten der TU München führen die vorangegangenen Kartierungen im Isartal fort.
Dieses Jahr werden die Gebiete am West - und Ostufer der Isar südlich der Grünwalder Brücke untersucht. Besonderer Augenmerk wird dabei auf den Mechanismus der Rutschungen und auf deren geomorphologische Erscheinungen im Gelände gelegt.

Desweiteren werden die folgenden Themen bearbeitet:
- Landschaftspark des Franz Höllriegel bei Pullach (Nadine Lehmann)
- Unterdükerung der Isar (Gordian Woyde)
- Wasserkraftwerk Höllriegelskreuth (Benjamin Farnbacher)
- Sedimentpetrographie der auftretenden Schmelzwasserkiese (Sebastian Huhn)
- Bau des Isarkanals (Regina Stöger)
- Brunnhaus und Hydrogeologie (Carola Wieser)

Betreuer: Prof. Kurosch Thuro, Dr. Michael Rieder und Dipl. Geol. Bernhard Lempe

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Termin 22.07.10, Uhrzeit 16:05 - 16:35
Timur Basbilir
Florian Baur
Katrin Hepp

Kalibrierung, Installation und Inbetriebnahme eines Messwehrs am Sudelfeld
Zur Überwachung der Hangbewegung Aggenalm soll im Rahmen des alpEWAS-Projektes

Timur Basbilir

(Early Warning System for Alpine Instable Slopes) ein Messwehr zur Messung der Schüttung einer Quelle errichtet werden. Ziel des Wehres ist es, die durch Niederschlag, Grundwasserfluss und Infiltration resultierende Quellschüttung zu Überwachen, um so den Einfluss der Schüttung auf die Hangbewegung zu analysieren. Die kontinuierliche Datenerfassung wird über einen Pegellogger erfolgen, welcher im Zusammenhang mit einem Datenlogger und in Anbindung an das WLAN-Netz eine stetige Übertragung und Sicherung für die spätere Auswertung ermöglicht. Vor der Installation vor Ort werden im Labor Eichversuche durchgeführt, um die optimale Wehrform für die zu erwarteten Schüttmengen am Sudelfeld zu finden. Zudem muss evaluiert werden welche Schüttmenge welcher Wasserstandshöhe entspricht.

 

Monitoring der Aggenalm-Hangbewegung mittels Geoelektrik

Katrin Hepp und Florian Baur

Die Aggenalm-Hangbewegung am Sudelfeld nahe Bayrischzell hat durch vereinzelte Aktivitätsphasen in der Vergangenheit zu einer Unterbrechung der Verbindungsstraße zwischen Oberaudorf und der Rosengasse sowie zu dem dortigen Skigebiet geführt. Zuletzt löoste sich im Herbst 1997 aus dem Agggraben eine durch intensive Niederschläge ausgelöste Mure, die die Straße für mehrere Tage blockierte.
Im Rahmen des Forschungsprojektes „alpEWAS“ werden die Bewegungen der Aggenalm-Hangbewegung an der Oberfläche sowie in der Tiefe überwacht. Zusätzlich werden Triggerfaktoren wie Niederschlag und der Bergwasserspiegel aufgezeichnet. Im Rahmen dieser Bachelorarbeiten soll die Durchfeuchtung der glazigenen Lockergesteine oberhalb des Muranrisses von 1997 mittels wiederholter geoelektrischer Widerstands­messungen untersucht werden. Dadurch soll deren Abhängigkeit von den stattfindenden Niederschlägen aufgedeckt werden, um so eine bessere Datengrundlage für die Gefährdungsabschätzung zukünftiger Murereignisse zu schaffen.
Hierfür würden an vier Tagen nach unterschiedlich starken Regenereignissen geoelektrische Profile erstellt und miteinander verglichen, um so den Einfluss des Niederschlages auf die Durchfeuchtung des Bodens festzustellen.

Betreuer: Prof. Kurosch Thuro

 

 

Termin 22.07.10, Uhrzeit 16:45 - 17:00
Thomas Brandhoff, Bachelorarbeit:

Die Kalibrierung einer Inklinometersonde

Kann man eigentlich davon ausgehen, dass die Daten einer Inklinometersonde immer korrekt sind? Wie groß könnten Messungenauigkeiten oder Schwankungen der gemessenen Daten sein? Wenn ja, wie könnte man diesen Effekt verhindern oder in die Auswertung mit einbeziehen?
Um Antworten auf diese Fragen zu finden wurde ein Inklinometer-Teststand aufgebaut. Dieser besteht aus einem kurzen Stück Kunststoffrohr, dass vertikal an einem Holzbrett an die Wand montiert wurde. Das Rohr kann im unteren Teil in neun verschiedene Positionen versetzt werden, im oberen Teil ist es hingegen fest montiert. Dies ermöglicht die Einstellung von unterschiedlichen Winkeln (0°,±3°,±6°,±10°,±15°). Mit einer Reihe von Testmessungen sollen nun Antworten und Lösungen gefunden werden.
Ein Augenmerk wird auch auf die Unterschiede in der Auswertung der Daten mit zwei verschiedenen Methoden gelegt. Auf der einen Seite mit Excel und auf der anderen mit einer speziellen Software von SISGEO, Incli2.
Als Anwendungsbeispiel für die unterschiedlichen Auswerteverfahren dienen die Daten der im Rahmen des alpEWAS-Projektes installierten Inklinometermessstellen am Sudelfeld.

Betreuer: Prof. Kurosch Thuro

 

 

Termin 22.07.10, Uhrzeit 17:00 - 17:15
Julia Kantor, Bachelorarbeit:

TDR-Methodenoptimierung

Bisher wurde in der Geologie Time Domain Reflectometry (TDR) hauptsächlich zur Überwachung instabiler Hänge oder auch zur Bestimmung von Bodenfeuchtigkeit genutzt. Hierzu verwendet man Koaxialkabel, die in der Regel ein wasserundurchlässiges Dielektrikum besitzen. Durch ein Knicken des Kabels, wird die Geometrie des Kabels und somit seine Leitungseigenschaften verändert und man ist in der Lage den Ort der Deformation zu detektieren.
Auf einem ähnlichen Prinzip beruht die Pegelmessung mit TDR, die Thema dieser Bachelorarbeit ist. Der Unterschied besteht in erster Linie in der Verwendung verschiedenartig aufgebauter Koaxialkabel. Man benötigt permeable Kabel, um Wasserstände messen zu können. Das Dielektrikum ist in diesem Fall eine Art mit Luft gefüllte Kammer, in der das Wasser innerhalb des Kabels aufsteigen kann. Da Wasser eine andere Leitfähigkeit als Luft hat, verändert sich das reflektierte Signal, was es ermöglicht den Wasserpegel zu detektieren.
Die Aufgabe dieser Arbeit besteht darin unterschiedliche, wasserdurchlässige Koaxialkabel in Bezug auf ihre Eignung zu testen. Ziel ist es herauszufinden, wie hoch die Auflösung der Messmethodik ist oder auch wie schnell das System auf Wasserspiegeländerungen reagiert. Sollte der Test erfolgreich sein, könnten in Zukunft mittels TDR gleichzeitig Deformationen an instabilen Hängen sowie Wasserstände gemessen werden.

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Termin 22.07.10, Uhrzeit 17:15 - 17:30
Susanne Casper, Bachelorarbeit:

Die Baugeologischen Verhältnisse des Loses BMR/UG – 1 beim Bau der Metro Bangalore

In Bangalore, der Hauptstadt des südindischen Bundesstaates Karnataka, werden im Zuge des Projektes Metro Rail Bangalore zwei Metrotrassen gebaut. Entlang der beiden Trassen verlaufen jeweils zwei Tunnel im Abstand von 5 m. Die EW – Strecke mit einer Länge von rund 18,1 km beinhaltet 17 Stationen, die NS – verlaufenden 14,9 km langen Tunnel 15 Stationen. Beide Tunnelstrecken kreuzen sich in der Majestic Station. Die einzelnen Stationen und Rampen werden in offener Bauweise erstellt, die Strecke zwischen den Stationen wird bergmännisch mit einer TBM aufgefahren.
Die Bachlorarbeit beschäftigt sich mit dem rund 4 km langen unterirdischen Abschnitt der NS – Strecke, in der sich drei Stationen, die nördliche und südliche Rampe, sowie vier TBM Schächte befinden. Basierend auf den über 100 abgeteuften Bohrungen und den durchgeführten Labor – und Feldversuchen wurde ein Baugrundmodell erstellt. In Abhängigkeit des vorhandenen Baugrundes und seiner Schichtung wurden Lagerungsdichten, Korngrößen, Konsistenzen etc genauer beschrieben. Neben den geologischen, wurde auch auf die hydrologischen Verhältnisse eingegangen.
Anhand der City Market Station  wurde die bauzeitliche Wasserhaltung beschrieben und berechnet.  

Betreuer:  Prof. Dr. Kurosch Thuro, Dipl. – Geol. Markus Bauer (Baugeologisches Büro Bauer GmbH)

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Termin 22.07.10, Uhrzeit 17:30 - 17:45
Andreas Schechinger, Bachelorarbeit:

 

Betreuer: Prof. Kurosch Thuro und Dr. Gerhard Lehrberger

 

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Termin 22.07.10, Uhrzeit 17:45 - 18:00
Tobias Briesack, Bachelorarbeit:

Herkunft und Variation mikrobieller Verunreinigungen in einem Tal der Alpen (Schwarzwassertal)

Betreuer:

 

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Termin 29.07.10, Uhrzeit 15:00 - 15:20
Max Nimmrichter
Franziska Schmid

CAI/LCPC

Die unterschiedliche Abrasivität des Gesteins oder Gebirges
führt im Bereich der Geotechnik oftmals zu einem starkem
Werkzeugverschleiß und somit zu Nachträgen und damit
einhergehenden hohen Kosten. Diese Problematik äußert
sich sowohl im Lockergestein als auch im Festgestein wie
aktuelle Erfahrungen aus der Baupraxis belegen. Daher
besteht von Seiten der Auftraggeber als auch von Seiten der
ausführenden Unternehmen die Interesse
Abrasivitätskennwerte zu ermitteln um bei geplanten
Bauvorhaben einwandfrei kalkulieren zu können. Über die
letzten Jahre haben sich, aufgrund der unterschiedlichen
anwendungsspezifischen Fragestellungen, mehrere
unterscheidliche Verfahren zur Prüfung der Abrasivität
entwickelt.
Im Rahmen der zwei Bachelorarbeiten sollen mittels CAI-
Abrasivitäts-Index und des LCPC-Abrasivitäts-Koeffizienten
Abrasivitätskennwerte von mehreren Festgesteinsproben
aus dem bayerischen Raum ermittelt werden. Hier wurden
bevorzugt Proben mit einem hohen äquivalenten
Quarzgehalt und von hoher Homogenität verwendet. Die an
Hand der beiden Prüfverfahren ermittelten Werte sollen
miteinander korelliert werden um Aussagenüber das
Bestimmtheitsmaß und eventuelle Abweichung zu treffen.

Betreuer: Prof. Kurosch Thuro

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Termin 29.07.10, Uhrzeit 15:20 - 15:35
Maximilian Scholz, Bachelorarbeit:

Erstellung einer Gesteinsdatenbank mithilfe geotechnischer Kennwerte

Im Rahmen dieser Bachelorarbeit sollen geotechnische Kennwerte für die zu erstellende Gesteinsdatenbank der technischen Universität München bestimmt werden. Die verwendeten Proben stammen zum einen aus dem Gramlet Steinbruch bei Fürstenstein, wobei es sich hierbei um Diorite, Zwei-Glimmer Granite und Saldenberger Granite der Böhmischen Masse handelt. Zum anderen werden Sandsteinproben aus dem Schwäbisch-Fränkischen Schichtstufenland getestet. Dabei handelt es sich um Buntsandsteine aus Miltenberg am Main und Keupersandsteine aus der Nähe von Abtswind, östlich von Würzburg gelegen. Die Gesteinsproben werden mit Hilfe verschiedener Methoden der Gesteinsbearbeitung für die folgenden Versuche vorbereitet. Hierbei werden durch einaxiale Druckversuche, sowie Spaltzugversuche an denselben Gesteinen charakteristische Kennwerte für die einzelnen Gesteinsarten bestimmt. Anhand der Spannungs-Längsdehnungskurve des einaxialen Druckversuchs lässt sich das jeweilige V- bzw. E-Modul berechnen und damit auch die spezifische Zerstörungsarbeit Wz. Durch den Vergleich  mit den Ergebnissen der gemessenen Spaltzugfestigkeit wird die Gesteinszähigkeit Z bestimmt. Diese charakteristischen Werte können im weiteren Verlauf innerhalb der Gesteinsdatenbank als Richtlinie und Vergleich für andere, von der Zusammensetzung oder der Entstehungsgeschichte ähnliche Gesteinssorten, hergenommen werden.

Betreuer: Prof. Kurosch Thuro und Dr. Heiko Käsling

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Termin 29.07.10, Uhrzeit 15:35 - 15:50
Alexander Zemel, Bachelorarbeit:

3D-photogrammetrische Aufnahme eines Steinbruchs und Analyse der Trennflächen.

In dieser Bachelorarbeit soll mit Hilfe des Programms ShapemetriX 3D durch die Auswertung von 3D-photogrammetrische Aufnahmen in einem Steinbruch bei  Vils (nahe Füssen) ermittelt werden, ob sich dieses Verfahren auch in weniger deutlichen Kluft- bzw. Trennflächensystemen sinnvoll einsetzen lässt.
In diesem Steinbruch der Firma Schretter wird primär Kalk und Mergel für die Zementherstellung gewonnen, aber die genauen geologischen Verhältnisse innerhalb des Steinbruchs sind immer noch nicht ganz klar verstanden worden.
Vor kurzem ist dort ein in Baggerfahrzeug von einer Berme, die sich durch  einem Gleitkeil gelöst hatte, ca. 60 m in die Tiefe gestürzt. Deshalb soll nun auch  speziell ermittelt werden, ob sich trotz der erschwerten Ausschlussverhältnisse beurteilen lässt, wo sich durch den Anschnitt das Risiko zur Gleitkeilbildung erhöht, und ob es möglich ist dieses Risiko durch eine Umstrukturierung im Abbau zu verringern.
Durch die kurze Aufenthaltszeit an der Wand und die relativ schnelle Auswertung kann einen solche Beurteilung deutlich schneller erfolgen als mit händischer Methodik. Auch können Flächen  bewertet werden, welche sonst durch ihre Höhenlage an der Steilwand händisch nicht erfassbar sind.
Da in vorangegangen Bachelorarbeiten 2008 und 2009 bereits die Tauglichkeit des Systems bei leichteren Aufschlussverhältnissen nachgewiesen wurde, soll im Laufe der Bachelorarbeit beurteilt werden, ob es wirklich noch sinnvoll ist, diese Methodik bei Steinbrüchen anzuwenden, die relativ schwierige Aufschlussverhältnisse für das System darstellen, oder wie mit diesem Probleme umgegangen werden kann.
Zudem sollen Überlegungen getroffen werden, wie sich die Benutzerfreundlichkeit, als auch die Effizienz des Programm weiter verbessern lässt.

Betreuer: Prof. Kurosch Thuro und Dr. Heiko Käsling

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Termin 29.07.10, Uhrzeit 15:50 - 16:20
Anja Lippert
Matthias Töbelmann

Erdbeben in Haiti

Betreuer: Prof. Kurosch Thuro

 

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Termin 29.07.10, Uhrzeit 16:30 - 16:45
Hanna Kretz, Bachelorarbeit:

Nukleare Endlagerung in Amerika

Wie weit ist Amerika mit der Suche nach einem Endlager? Welche Kriterien sind bei der Suche nach einem geeigneten Standort zu beachten und in wieweit spielt die Politik eine Rolle?
Nachdem weltweit die Atomenergie immer weiter zunimmt und neue Atomkraftwerke gebaut werden, stellt sich die Frage, wie man die nuklearen Abfälle, die für Mensch und Natur eine Gefahr darstellen, bis zur Abnahme der Radioaktivität auf ein ungefährliches Maß sicher lagern kann. Zwischenlager gibt es mittlerweile einige, oft werden die radioaktiven Abfälle auch direkt beim Kraftwerk gelagert, doch dabei kann es nicht bleiben, die sicherste Möglichkeit stellen geologische Tiefenlager dar, soweit ein geeignetes Gestein vorliegt. Die Suche schien in Amerika mit Yucca Mountain erledigt, bis zum Amtswechsel von Obama. Seitdem ist die Frage nach einem Endlager in den USA wieder akut, der Ausgang der Suche bisher ungewiss.

Betreuer: Prof. Kurosch Thuro

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Termin 29.07.10, Uhrzeit 16:45 - 17:00
Matthias Bauer, Bachelorarbeit:

SEE- Gehalte in einem Profil der Lagerstätte Hirschau

Die SEE sind unentbehrliche Metalle für unsere Hochtechnologie. Die verstärkte Nachfrage und die restriktive Rohstoff- und Exportpolitik Chinas mit über 95% der Welt-SEE-Produktion haben zu heftigen Preissteigerungen geführt und schüren die Sorgen um eine Verknappung dieser Rohstoffe. Neben der wichtigsten Lagerstätte Bayan Obo finden sich ökonomisch sehr interessante Lagerstätten in tropischen Verwitterungshorizonten von granitischen Gesteinen in Südchina. Dort sind die SEE stark angereichert, an Tonmineralen adsorbiert, leicht austauschbar, und somit kostengünstig zu gewinnen.
In der Lagerstätte Hirschau, Oberpfalz, werden kaolinisierte Arkosen des Mittleren Buntsandsteins abgebaut, um Kaolin, Feldspat und Quarzsand zu gewinnen. Die Genese der Hirschauer Kaoline ist umstritten. In Zusammenarbeit mit der Dorfner Firmengruppe erfolgte eine Probenahme in einem vertikalen Profil durch die Lagerstätte und eine Korngrößenfraktionierung im Labor durch Sieben und Sedimentation in Atterbergzylindern. Es wurden chemische Analysen (RFA, ICP-OES, ICP-MS) der Haupt- und Spurenelemente der Gesamtproben und der abgeschlämmten Tonfraktionen angefertigt, sowie mineralogische Untersuchungen mit Röntgendiffraktometrie und Rasterelektronen­mikroskopie durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass die SEE überwiegend phosphatisch gebunden und in den Tonfraktionen angereichert sind. Die Gehalte sind innerhalb der Lagerstätte nicht homogen verteilt. Auch die SEE-Muster sind sehr variabel und entsprechen nicht den erwarteten Mustern postarchaischer Tonsteine, bzw. der kontinentalen Kruste.

Betreuer: PD Dr. Albert Gilg

bauer
Probenahme in den oberen feldspatreichen Schichten der Lagerstätte

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Termin 29.07.10, Uhrzeit 17:00 - 17:15
Leisch, Bachelorarbeit:

Bodennahe Geothermie

Betreuer: Prof. Jörn Kruhl, Dr. Sabine Volland

 

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Termin 29.07.10, Uhrzeit 17:15 - 17:30
Jennifer Sippel, Bachelorarbeit:

Erstellung eines hydrogeologischen Modells eines kontaminierten Standortes als Basis für die numerische Grundwassermodellierung

Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, ein hydrogeologisches Modell eines kontaminierten Standortes als Basis für die numerische Grundwassermodellierung zu erstellen.

Die hydrogeologische Situation im Untersuchungsgebiet zeichnet sich durch eine komplexe Wechselfolge von Grundwasserleitern und Grundwasserstauern aus. Trotz des engmaschigen Netzes von Aufschlussbohrungen kann zwischen diesen nur nach intensiver Auseinandersetzung mit der geologischen Entwicklung und unter Quantifizierung der Unsicherheit bei der Bestimmung der hydraulischen Parameter interpoliert werden um das numerische Modell zu diskretisieren.

Die Arbeit basiert auf seitens des Ingenieurbüros Sakosta C.A.U. GmbH zur Verfügung gestellten und im Rahmen der Arbeit überarbeiteten Bohrprofilen, Pumpversuchen, Grundwassergleichenplänen und Literaturrecherchen. In der Bachelorarbeit wird zunächst die geologische Situation durch Profilschnitte erfasst. Aus der geologischen Situation wird ein hydrogeologisches Bild abgeleitet und mit den Pumpversuchen korreliert. Das entwickelte hydrogeologische Modell wird mit Hilfe der gemessenen Grundwasserstände auf Plausibilität geprüft.

Zur Übersetzung in das numerische Modell müssen geologische und hydrogeologische Situation abstrahiert, vereinfacht und schematisiert werden. Dabei muss darauf geachtet werden, dass der Einfluss der Vereinfachung möglichst gering ist, um eine gute Prognosequalität des numerischen Modells zu erhalten.

Betreuer: PD Dr. Albert Gilg