Bachelorworkshop am 16. und 23. Juli

Abstracts zum Bachelorworkshop SS 2009
1

Termin 16.07.09, Uhrzeit 15:00 -15:15
cand. Geowiss. Riesberg Tobias, Bachelorarbeit:

Verwitterung von Flyschgeröllen in quartären Schmelzwasserkiesen des bayerischen Voralpenlandes

Vortragsfolien Vortragsfolien PDF

Die  geologische Einheit des rheno-danubischen Flysch erstreckt sich nahezu parallel zum nördlichen Alpenrand und liefert eine große Anzahl an charakteristischen Geröllen in pleistozänen Schmelzwasserkiesen. Bei der Begehung der Kiesgrube Benningen, welche südöstlich von Memmingen liegt, fiel bei der genaueren Betrachtung der dort auftretenden Gesteine auf, dass einige Gerölle mit zunehmendem Verwitterungsgrad einen zunehmenden Dichteverlust besitzen. Dieser „auffällige Gewichtsverlust“, der vor allem bei Kalkgeröllen der Flyschzone zu beobachten ist, ist der Grund dafür, diese Thematik in einer wissenschaftlichen Arbeit genauer zu untersuchen.
In meiner Bachelorarbeit geht es um die Erstellung einer Verwitterungsklassifizierung der Flyschgerölle in Schmelzwasserkiesen am Beispiel der Kiesgrube Benningen, zudem erfolgt eine Aufnahme von Schichtprofilen in der Kiesgrube. Die Beschreibung und Beurteilung der Flyschgerölle basiert dabei vor allem auf der Auswertung anhand von Dünnschliffen, sowie einer Bestimmung von Dichte- und Porositätswerten im Labor.


Betreuer: Prof. Dr. Herbert Scholz, Dipl.-Geol. Bernhard Lempe


Aufschluß der Ostwand im Kieswerk Benningen

2

Termin 16.07.09, Uhrzeit 15:15 -15:30
cand. Geowiss. Raphael Reuß , Bachelorarbeit:

Bislang unbekanntes Vorkommen helvetischer Grünsandsteine im Tal der Rohrmoser Starzlach

Vortragsfolien Vortragsfolien PDF

Im Rahmen einer Kartierungsübung des Lehrstuhls für Ingenieurgeologie der TU München wurde im Tal der Rohrmoser Starzlach, ca. 4 km westlich von Oberstdorf im Allgäu, ein bislang nicht klassifiziertes Vorkommen helvetischer Grünsandsteine entdeckt. Sie sind stark geklüftet und befinden sich vermutlich im Zentrum von einer durch Querstörungen gegliederten, weiten Mulde. Das genaue Alter dieser Gesteine ist noch unklar, jedoch sind sie mit Sicherheit nicht der Garschella-Formation zuzuordnen, da sie von Sedimenten der Oberkreide (z.B. Leistmergel unterlagert werden. Es liegt die Vermutung nahe, dass es sich bei dem Vorkommen um oberkretazische oder gar alttertiäre submarine Rinnenfüllungen handelt.
Ziel meiner Bachelorarbeit ist es,  die Frage nach dem Alter und der Genese dieser sehr heterogenen Sedimente mittels petrographischer Untersuchungen zu beantworten und ob sie sich als Einheit klassifzieren lassen oder weiter zu untergliedern sind.  
Mittels einer Detailkartierung im Maßstab 1 : 2500 soll das lokale Vorkommen klar abgegrenzt und das tektonische Umfeld geklärt werden.
Ebenso sollen anhand einer Anzahl von An- und Dünnschliffen gezielt gesammelter Proben die sehr heterogenen Grünsandsteine petrographisch hinsichtlich ihres Quarzgehaltes, ihrer Korngröße, Kornrundung, Kornverteilung, Form der Glaukonitkörner,  Mikrofossilien und Zemente etc. charakterisiert und mit anderen Grünsandsteinen aus dem Helvetikum verglichen werden.
Dadurch wird es möglich sein diese bislang unbekannten Vorkommen erstmals zu klassifizieren und ihre stratigraphische Stellung zu klären.


Betreuer: Prof. Dr. Herbert Scholz


-

3

Termin 16.07.09, Uhrzeit 15:30 -15:45
cand. Geowiss. Steffen Bauer , Bachelorarbeit:

Untersuchungen an Quarzsandsteinen der Feuerstätter Decke

Vortragsfolien Vortragsfolien PDF

Thema meiner Bachelorarbeit sind Untersuchungen an Quarzsandsteinen der Feuerstätter Decke. Die untersuchten Proben stammen von der Höllritzer Alpe und vom Südrand des Wannenkopfes in der Hörnergruppe der Allgäuer Alpen.
Am Südrand der Hörnergruppe treten an mehreren Stellen hell gefärbte, schlecht geschichtete Quarzsandsteine auf, z.B. am „Steinhaufen“ unterhalb des Wannenkopfes. Bei einem anderen Sandsteinvorkommen in der Näher ist auch ein nicht fertiggestellter Mühlstein zu finden. Bei diesen Sandsteinen dürfte es sich  um den paläogenen Feuerstätter Sandstein handeln, der zur Feuerstätter Decke gehört. Sandsteine mit vergleichbarem Habitus, unbekannten Alters und unbekannter stratigraphischer Stellung, treten auch am Nordrand der Hörnergruppe nahe der Höllritzer Alpe auf, als Schürfling an der Basis der Flyschdecken. Aus ähnlichen Materialien gefertigte Mühlsteine sind am Sonthofener Heimathaus zu finden.
Ziel meiner Bachelorarbeit ist es herauszufinden, ob es sich bei den Sandsteinvorkommen vom Wannenkopf und von der Höllritzer Alpe wirklich um sedimentologisch und stratigraphisch vergleichbare Sedimente handelt. Zudem soll nachgeprüft werden, ob die historischen Mühlsteine aus dem gleichen Material bestehen oder nicht.
Mit Hilfe makroskopischer und mikroskopischer Untersuchungen sollen die entnommenen Sandsteinproben nach petrographischen Gesichtspunkten charakterisiert werden. Dabei sollen sie u.a. hinsichtlich ihres Glaukonitgehaltes, ihres detritischen Kornbestandes, ihrer Korngröße, Kornverteilung, Kornrundung, Mikrofossilien und Zemente miteinander verglichen werden. Es wird dadurch möglich sein, fazielle wie altersmäßige Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten, sowie zu klären, ob diese Sandsteine wirklich zur Mühlsteinherstellung verwendet wurden.

Betreuer: Prof. Dr. Herbert Scholz


-

4

Termin 16.07.09, Uhrzeit 15:45 -16:00
cand. Geowiss. Martin Bantele, Bachelorarbeit:

Wo ist der Lech vor der Eiszeit geflossen?

Vortragsfolien Vortragsfolien PDF

Die relativ jungen, das heutige Lechtal begleitenden Schotterterrassen bei Augsburg, die der Würmeiszeit und Risseiszeit zugeordnet werden können, enthalten Kiese, deren Geröllspektrum mit denen des heutigen Lechs weitgehend identisch sind. Alle alt- und ältestpleistozänen Schotterterrassen in der Umgebung von Augsburg, in den Augsburger Westlichen Wäldern (im W von Augsburg) und in der sog. Aindlinger Terrassentreppe (im NE von Augsburg), enthalten dagegen erstaunlicherweise Kiese, die eher mit Schottern der heutigen Iller vergleichbar sind. Offensichtlich sind mindestens bis zur Günzeiszeit Schmelzwässer des Iller-Vorlandgletschers in NE-Richtung über Augsburg zur Donau hin abgeflossen. Wohin sind dann aber in dieser Zeit die Schmelzwässer des Lech-Wertach-Vorlandgletschers geflossen?
Entlang des heutigen Lechlaufes gibt es zwischen Füssen und Landsberg eine Reihe von alten, der Günz- oder der jüngeren Donaueiszeit angehörenden quartären Kiesvorkommen, die von Schmelzwässern der Vorlandgletscher aufgeschüttet worden sind. Über ihren Geröllbestand wusste man bisher nur wenig. Sind diese Schotterreste von ihren Geröllspektren her eher mit denen der Iller oder des Lechs vergleichbar? Um herauszufinden zu können, wie weit man die altpleistozäne Lech-Vorläufer entlang des heutigen Lechtales nach Norden verfolgen kann, wurden einige dieser alten Kiesvorkommen dokumentiert und gründlich analysiert, z.B. die Kiesvorkommen am Kalvarienberg bei Peiting oder der Stoffersberg westlich von Landsberg. Zum Vergleich werden auch Geröllspektren rezenter Lechkiese untersucht. Dafür wurden Proben in der sog. Niederwies südlich von Schongau genommen und analysiert.

Betreuer: Prof. Dr. Herbert Scholz

-fotobantele
-

5

Termin 16.07.09, Uhrzeit 16:10 -16:35
cand. Geowiss. Michael Piduch, Lisa Wilfing, Bachelor-Arbeiten:

Konstruktion eines Messwehres zur kontinuierlichen Überwachung der Quellschüttung im Bereich der Hangbewegung Aggenalm

Vortragsfolien Vortragsfolien PDF

Im Rahmen des alpEWAS-Projektes für die Entwicklung eines Frühwarnsystems für Hangbewegungen sollen Wehre zur Messung der Schüttung zweier Quellen errichtet werden. Ziel ist eine kontinuierliche Überwachung, um Zusammenhänge zwischen Niederschlag, Grundwasserspiegel und Quellschüttung sowie deren Einfluss auf die Hangbewegung aufzudecken. Die Ergebnisse unterstützen die weitere Erstellung eines tragfähigen hydrogeologischen Modells des Hanges.
Die Konzeption der Messwehre auf der Aggenalm erfolgt unter Berücksichtigung der Abflussmengen und der lokalen Gegebenheiten wie zum Beispiel Hanglage, Zugänglichkeit und Nutzung.

Die kontinuierliche Datenerfassung wird über geeignete Messgeräte (Wasserdurckgeber) sowie Datenlogger erfolgen, deren Daten durch Einbindung an das WLAN-Netz kontinuierlich übertragen und für die spätere Auswertung gesichert werden


Betreuer: Dipl.-Geol. John Singer, M.Sc. Judith Festl


Messstelle mit Messwehr zur Überwachung der Quellschüttung am Rindberg, Vorarlberg.

6

Termin 16.07.09, Uhrzeit 16:35 -17:00
cand. Geowiss. Lucia Mehnert, Stephanie Füßl, Bachelor-Arbeiten:

TDR-Scherversuche: Überprüfung des Einflusses der Suspensionsüberdeckung sowie verschiedener Zementzuschlagsstoffe bei TDR-Deformationsmessungen

Vortragsfolien Vortragsfolien PDF

Im Rahmen des alpEWAS Forschungsprojekts (alpEWAS = Early Warning System for Alpine Instable Slopes) sollen mittels eines neu entwickelten Time Domain Reflectometry (TDR) Systems Bewegungen im Untergrund aufgenommen werden. Dabei werden Koaxialkabel in Bohrlöchern mit einem Injektionsgut mit dem Gebirge verbunden. Deformationen können mit Hilfe eines TDR-Messgerätes bestimmt werden. Anhand künstlich hergestellter Probenstränge, die in einem Versuchsstand mit bekannter Deformationsrate geschert werden, sollen Aussagen zum Einfluss des Injektionsgutes getroffen werden.
Zwei verschiedene Auswirkungen auf die Messung werden aufbauend auf vorherige Bachelor- und Master-Arbeiten untersucht. Zum einen soll der Einfluss der Suspensionsüberdeckung ermittelt werden. Dabei werden die Änderung der Sensitivität und die Änderung des Zusammenhangs zwischen Reflexionskoeffizient und Deformation mit zunehmender Suspensionsüberdeckung dargestellt.
Zum anderen wird die Verwendung unterschiedlicher Zementzuschläge in der Hinterfüllung untersucht und der Einfluss der Zuschläge auf die mechanischen Eigenschaften des Injektionsmittels beschrieben. Außerdem sollen Aussagen zur Reproduzierbarkeit der Versuche und zur Anwendung in einem Monitoring-System für Hangbewegungen getroffen werden.


Betreuer: Dipl.-Geol. John Singer, M.Sc. Judith Festl


Künstlicher Probenstrang eingebaut im TDR Versuchstand in der Toni-Norm Druckprüfanlage

7

Termin 16.07.09, Uhrzeit 17:00 -17:15
cand. Geowiss. Markus Fischer , Bachelorarbeit:

Untersuchungen zur Auswirkung der Rahmenbedingungen im Trocknungs-Befeuchtungs-Versuch.

Vortragsfolien Vortragsfolien PDF

Durch den modifizierten Trocknungs-Befeuchtungs-Versuch nach Nickmann wurde ein Verfahren definiert, um Festgesteine in eine Veränderlichkeitsklasse einzuteilen. Nähere Untersuchungen zu den Rahmenbedingungen (Temperatur, Art der Aufsättigung) erfolgten hierbei nicht, diese wurden lediglich aufgrund der Erfahrung bzw. in Anlehnung an vergleichbare Versuche definiert. Vor allem bei Gesteinen mit einem hohen Tonanteil ist jedoch zu vermuten, dass sich die Trocknungstemperatur auf den Zerfall auswirkt. Zudem können große Porenräume im Gestein bei schneller Wässerung zu einem stärkeren Zerplatzen führen. Daher soll der Einfluss dieser Rahmenbedingungen genauer untersucht werden, um eine exakte Prüfempfehlung für den Trocknungs-Befeuchtungs-Versuch zu definieren.

Betreuer: Prof. Kurosch Thuro, Dipl.-Geol. Dr. Marion Nickmann


-

8

Termin 23.07.09, Uhrzeit 15:00 -15:50
cand. Geowiss. Michael Binder, Udo Roth, Kathrin Scherzer, Claudio Starace & Jutta Steinsdörfer, Bachelorarbeiten:

Kartierung der Hangbewegungsphänomene am rechten und linken Isarufer bei Grünwald und Pullach

Vortragsfolien Vortragsfolien PDF

In den 70er Jahren bildeten sich am rechten Hochufer der Isar bei Grünwald zwei Großrutschungen aus. Die Rutschungen wurden in den 70er und 80er Jahren durch das Bayerische Geologische Landesamt (insbesondere Dr. Baumann) intensiv bearbeitet. Durch vorliegende Arbeiten sollen der Bereich zwischen diesen Rutschungen und der Grünwalder Brücke geologisch-geomorphologisch aufgenommen und anhand von Profilen der Rutschmechanismus erarbeitet werden. Einen zweiten lokalen Schwerpunkt bildet dieses Jahr das linke Isar-Hochufer unterhalb der Ortschaft Pullach. Neben der geomorphologischen Aufnahme (Karte der Phänomene) bilden folgende Themen wesentliche Inhalte der Arbeiten: Geotechnische Modellierung von typischen Bewegungsprofilen an beiden Ufern mithilfe von Silde (Rocscience), Erklärungsversuche der Entstehung der flachliegenden Harnische im Flinz mithilfe von paläoklimatologischen Modellen, Gefährdungsbilder beim Bauen in geologisch vergleichbaren und daher rutschgefährdeten Bereichen der Isar.

Betreuer: Prof. Kurosch Thuro, Dipl.-Geol. Bernhard Lempe

Biersack
Linkes Isarhochufer bei Grünwald (Blickrichtung Süden) mit alter Rutschung von 1970/75

9

Termin 23.07.09, Uhrzeit 15:50 -16:05
cand. Geowiss. Gesine Kalff, Bachelorarbeit:

Vorerkundungsarbeiten für ein Autobahnprojekt in Rumänien

Vortragsfolien Vortragsfolien PDF

Anhand der Vorerkundung einer großen Autobahntrasse in Rumänien werden an einigen typischen Böschungen in den jeweiligen Gesteins- und Gebirgsbedingungen exemplarische geologisch-geotechnische Überlegungen bezüglich der Stabilität angestellt. Dabei sollen zwei verschiedene geotechnische Programme mit ihren jeweiligen Rahmenbedingungen und den erzielten Ergebnissen miteinander verglichen werden. Dabei bildet die insbesondere die Sensibilität der Ergebnisse auf variable Eingangsparameter einen Schwerpunkt der Arbeit.

Betreuer: Prof. Kurosch Thuro, Dipl.-Geol. Markus Bauer, Baugeologisches Büro Bauer GmbH


Einschnitt mit steiler Böschung in Sandsteinen

10

Termin 23.07.09, Uhrzeit 16:15 -16:30
cand. Geowiss. Eike Müller, Bachelorarbeit:

Versuche zur Verminderung der Wasseraufnahme und Fleckempfindlichkeit von Teplá-Trachyt

Vortragsfolien Vortragsfolien PDF

Diese Bachelorarbeit befasst sich mit dem Štenská-Trachyt, auch Teplá-Trachyt genannt. Die Firma Max Bögl & Josef Krýsl baut seit 1990 in einem Steinbruch am Berg Špičák diesen Trachyt ab. Um die Vermarktung zu verbessern ist das Ziel dieser Arbeit, die Kenntnisse der gesteinphysikalischen Parameter zu erhöhen. In dieser Bachelorarbeit sollen Kenntnisse über folgende Eigenschaften gewonnen werden:
Wie verhält sich die Wasseraufnahme des Trachyts vor und nach einer Hydrophobierung? Wie nach einer einmaligen Behandlung mit einem Hydrophobierungsmittel, wie nach einer zweiten und einer dritten. Die Wasseraufnahme wird mit Hilfe von Karsten´schen Prüfröhrchen getestet. Dabei wird das aufgenommene Wasser gegen die Zeit aufgetragen. Ausgewertet wird mit dem Programm Calcarow. Die Platten werden in horizontaler und vertikaler Lage getestet.
Eine weitere Frage ist, wie sich die optischen Eigenschaften des Trachyts durch die Hydrophobierung verändern. Mit Hilfe von Fotovergleichen soll dies überprüft werden.
Weiter soll geklärt werden, wie anfällig der Trachyt für Verschmutzung ist und ob eine Hydrophobierung Einfluss auf den Verschmutzungsgrad hat. Dies wird mit Hilfe des Flecktests überprüft. Dabei werden 0,5 ml einer Fleckenbildenden Substanz (Rotwein, Speiseöl) auf die Gesteinsoberfläche gebracht. Dann wird die Art und Stärke der Veränderung durch die Prüfflüssigkeit und der mittlere Durchmesser des Flecks gemessen.
Die Versuche werden an Trachytplatten mit einer polierten und einer sägerauhen Seite durchgeführt.


Betreuer: Dr. Gerhard Lehrberger

eikmueller
-

11

Termin 23.07.09, Uhrzeit 16:30 -16:45
c
and. Geowiss. Mark Lafogler , Bachelorarbeit:

Software-unterstützte Tektonik-Auswertung von Kluftsystemen

Vortragsfolien Vortragsfolien PDF

Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, die Alltagstauglichkeit des Programms ShapeMetrix3D der Firma 3G Software & Measurement an einem konkreten Fallbeispiel zu untersuchen. Hierbei kann auf den Ergebnissen von zwei Bachelorarbeiten aus dem Jahr 2008 aufgebaut werden.In Verbindung mit einem Betriebspraktikum wird diese Arbeit in dem Steinbruch Ebensee am Traunsee (Niederösterreich) der Rohrdorfer Baustoffgruppe durchgeführt, aus dem der zur Produktion benötigte Kalkstein gewonnen wird. In Teilbereichen dieses Steinbruchs wird die Arbeits- und Abbausicherheit durch Gleitkeile beeinflusst. Mit Hilfe der ShapeMetrix3D-Technik sollen nun dreidimensionale Abbildungen der gefährdeten Steinbruchwände erstellt werden, an Hand derer dann weitere Analysen durchgeführt werden können. Durch den Einsatz des Systems kann die Auswertung am PC erfolgen und die Aufenthaltszeit direkt an der Steinbruchwand verkürzt werden. Zudem wird eine Aufnahme von Gefügemesswerten in schwer erreichbaren Abschnitten der Wand überhaupt erst ermöglicht. Die Ergebnisse der Untersuchung werden mit dem geologischen Umfeld des Steinbruches abgeglichen und stellen somit eine praxistaugliche Grundlage für weitergehende Stabilitätsbetrachtungen dar. Das Programm soll dabei hinsichtlich seiner Benutzerfreundlichkeit und Alltagstauglichkeit bei der Erarbeitung solcher Fragestellungen beurteilt werden.


Betreuer: Prof. Kurosch Thuro, Dr. Gerhard Lehrberger


-

12

Termin 23.07.09, Uhrzeit 16:45 -17:00
cand. Geowiss. Bernadette Hechenberger , Bachelorarbeit:

Naturwerksteinkartierung im TU-Stammgelände - Baugeschichtliche Aspekte und Überlegungen zur 3D-Visualisierung.

Vortragsfolien Vortragsfolien PDF

Das Stammgelände der Technischen Universität München wurde von unterschiedlichen Architekten in mehreren Bauphasen errichtet. Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit den Gebäuden, bei deren Errichtung im Innen- und Außenbereich Naturwerksteine verwendet wurden. Im Zuge einer Kartierung vom 1. OG bis 5. OG, sowie den Gebäudefassaden werden die Gesteine bestimmt und deren Verwendung gelistet. Im Speziellen wird auf den Verlauf der Gebäudegrenzen der Bestelmeyer-Bauten eingegangen und untersucht, inwieweit hierbei Material des ersten Gebäudes der Technischen Universität verwendet wurde. Abschließende Überlegungen zur Umsetzung der Ergebnisse der Naturwerksteinkartierung in ein 3D-Gebäudemodell sollen zukünftige Arbeiten am Stammgelände erleichtern und anregen.


Betreuer: Dr. Gerhard Lehrberger


-

13

Termin 23.07.09, Uhrzeit 17:00 -17:15
c
and. Geowiss. Luu Si-Yen, Bachelorarbeit

Natursteinkartierung an Gebäuden mithilfe von CAD und 3D-GIS

Vortragsfolien Vortragsfolien PDF

Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Umsetzung einer vorrausgegangener
Naturwerksteinkartierung am Hauptgebäude der TU München. Die gesammelten
Daten der Kartierung sollen mit Hilfe der Programme AutoCAD Map 3D und ArcGIS
digitalisiert und weiterverarbeitet werden. Die digitale Archivierung und Dokumentation
der Gebäudedaten sollen erschlossen, vernetzt und für weitere wissenschaftliche Recherche
zugänglich gemacht werden.


Betreuer: Dr. Gerhard Lehrberger

-
-


Zurück...
Informationen
Lehrplan (PDF)