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| Forschungsaktivitäten: Hangbewegungen |
Der Forschungsschwerpunkt "Hangbewegungen" wird am Lehrstuhl für Ingenieurgeologie seit 2004 im Rahmen von mehreren Promotionen sowie Bachelor-, Diplom- & Masterarbeiten bearbeitet. Generelle Zielsetzung ist die Untersuchung der Prozesse, die zu Hangbewegungen führen und damit ihre Ursachen und Auslöser sowie gekoppelte Prozesse. Die Analyse wird mit modernen numerischen Codes (FEflow, UDEC, FLAC/FLAC3D, PFC; Itasca) aber auch einfachen Tools (Swedge, Slide, Phase2; Rocscience) durchgeführt. Basis ist grundsätzlich die Kartierung von Hangbewegungsphänomenen (Gefahrenkartierung), hydrogeologische Kartierung und umfangreiche Laboruntersuchungen der beteiligten Locker- und Festgesteine. Die risikobezogene spatiale Darstellung in Gefahrenzonenkarten wird mithilfe von Geoinformationssystemen auf professioneller Ebene durchgeführt. Neue Arbeiten befassen sich mit dem Layout von Messsystemen für Niederschläge, Grund- bzw. Bergwasserspiegel, Bodenfeuchte, Verschiebungen an der Oberfläche und im Untertgrund ("Monitoring"), die zusammen mit anderen Messungen in einem „Geosensornetzwerk“ auch als Frühwarnsystem genutzt werden können (siehe z.B. Projekt alpEWAS im Programm Geotechnologien BMBF). Dabei existieren mehrere enge Kooperationen mit Partnern von Universitäten (z. B. TU München Geodäsie, UniBW München, TU Wien, Uni Innsbruck, Uni Erlangen), Forschungseinrichtungen (DLR - Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, alpS - Zentrum für alpine Naturgefahren Insbruck) und der Industrie (Stump Foratec AG, Schweiz, Dr. Plinninger Geotechnik, Deggendorf).
Die ingenieurgeologischen und geotechnischen Untersuchungen zu diesem Themenkomplex umfassen u.a:
Für eine Aufstellung aller bisher veröffentlichter Publikationen, geordnet nach Erscheinungsjahr folgen
Sie bitte diesem Link.
Hangbewegungen |
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Laufende Arbeiten | ||||
Dipl.-Geol. John Singer, Dissertation: Entwicklung eines kontinuierlichen 3D-Überwachungssystems für instabile Hänge mittels Time Domain Reflectometry (TDR) Beginn der Arbeit: SS 2005 Das Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung eines
marktreifen Messsystems zur kontinuierlichen 3D-Überwachung von instabilen
Hängen auf Basis des Time Domain Reflecrometry (TDR) Systems. Zunächst soll die Funktionsweise eines TDR Systems an einem eigens
entwickelten Versuchsstand, mit dem verschiedene Verformungsbeträge
und -raten simuliert werden können, getestet werden. Ziel ist dabei
die Entwicklung einer standardisierten Messprozedur und darauf aufbauend
einer Auswertungssoftware. Das Koaxialkabel (Ø ~ 2 cm) kann in verschiedenen Konfigurationen installiert werden, so zum Beispiel befestigt an der Außenseite eines PVC-Rohres in einer Bohrung, d.h. einzementiert im ringförmigen Aussenraum, zementiert in einer alten, nicht mehr nutzbaren Inklinometer-Verrohrung oder installiert in einer eigenen Bohrung. Das Auslesen der Messdaten kann periodisch oder kontinuierlich erfolgen (evtl. fernausgelesen). Entsprechend ihrer typischen Eigenschaften sind die TDR-Messungen besonders gut zur Erfassung von Deformationen entlang diskreter Scherflächen geeignet. Initiierung des Projekts alpEWAS im Programm Geotechnologien, "Frühwarnsysteme im Erdmanagement" des BMBF Betreuer: Prof. Dr. Kurosch Thuro
Publikationen: Singer, J. & Thuro, K. (2007): Entwicklung eines kontinuierlichen 3D-Überwachungssystems für instabile Hänge mittels Time Domain Reflectometry (TDR). – In: Otto, F. (ed.): Veröffentlichungen von der 16. Tagung für Ingenieurgeologie, 7.-10. März 2007, Bochum. – 492 S., Bochum (Technische Fachhochschule Georg Agricola), 69-76. Singer, J. & Thuro, K. (2007): Monitoring mit Time Domain Reflectometry (TDR). – In: Brunner, F.K. (ed.): Ingenieurvermessung 07 – Beiträge zum 15. Internationalen Ingenieurvermessungskurs Graz, 17.-20. April 2007. - 430 S., Heidelberg (Wichmann), 259-270.Singer, J., Thuro, K. & Sambeth, U. (2006): Development of a continuous 3d-monitoring system for unstable slopes using time domain reflectometry. - Felsbau 24 (3), 16-23. Singer, J. & Thuro, K. (2006): Development of a continuous 3d-monitoring system for unstable slopes using time domain reflectometry. - In: Culshaw, M., Reeves, H., Spink, T. & Jefferson, I. (ed.): IAEG Engineering geology for tomorrow´s cities. - Proceedings of the 10th IAEG International Congress, Nottingham, United Kingdom, 6-10 Sept. 2006, 7 p. (Paper number 494, CD-ROM). |
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Dipl.-Ing. Majd Hatem, Dissertation: Numerische Modellierung des Bergsturzes von Goldau mit dem 2D Universal Distinct Element Code UDEC Beginn der Arbeit WS 2005/06 Der Bergsturz von Goldau löste sich am 1. September 1806 am Gnipen, welcher zusammen mit dem etwas höheren Wildspitz das Rossbergmassiv bildet. Der Rossberg (1568 m) liegt ca. 40 km südlich von Zürich zwischen Zuger und Lauerzer See in der Schweiz. Als Ursache werden die mit 15° bis 30° talwärts einfallenden Konglomeratbänke mit Mergelzwischenlagen (Bild) angesehen und als Auslöser (Trigger) heftige Regenfälle mit vorhergehender Schneeschmelze nach einem schneereichen Winter. Obwohl bereits mehrfach geologisch beschrieben, sind der mechanische Ablauf der Felsrutschung und die Ausbreitung des daraus hervorgegangenen Sturzstroms noch nicht vollständig geklärt. In den Jahren 2004 bis 2005 wurde an der ETH Zürich und TU München daran gearbeitet und dazu benötigte Gefahrkarten erstellt, und von der in Schlussbereich entnommenen Proben die geotechnischen Werte ermittelt (Thuro, Berner & Eberhardt 2005). Das Ziel dieser Arbeit ist es, ein Modell zu erstellen und mit Hilfe des Programms UDEC (Universal Distinkt Element Code) die Bewegung der Rutschmasse entlang der Gleitfläche zu simulieren. Um die möglichen Versagensmechanismen diskutieren zu können, werden die kritischen geotechnischen Parameter z.B. Elastizitätsmodul des Mergels, Dilitationswinkel, Normal- und Schersteifigkeit der Trennfläche (JKn Joint normal stiffness und JKs shear stiffness), rückgerechnet (back analysis). Schlußendlich werden diese kritischen Parameter in das endgültige Modell eingesetzt, um den Bergsturz zu simulieren. Betreuer: Prof. Dr. Kurosch Thuro Publikationen: Thuro, K. & Hatem, M. (2010): The 1806 Goldau landslide event – mechanics of a large rock slide. – 5th Colloquium on Rock Mechanics - Theory and Practice, Vienna, Austria, 26.-27. Nov. 2009, Mitteilungen für Ingenieurgeologie und Geomechanik, Band 10. (in press) Thuro, K. & Hatem, M. (2010): The 1806 Goldau landslide event – mechanics of a large rock slide. – 11th IAEG Congress, Auckland, New Zealand, 5.-10. Sept. 2010, Geologically Active (paper accepted). Hatem, M. & Thuro, K. (2008): Untersuchungen des Bergsturzes von Goldau 1806 mithilfe einer Distinkte Elemente Modellierung. –Tagung für Computer Orientierte Geologie, 2. Juli 2008, Salzburg, 16 p. Hatem, M. & Thuro, K. (2008): Distinct element modelling of the 1806 Goldau landslide event. – Geophysical Research Abstracts, Vol. 10, EGU General Assembly 2008, Wien, 2 p. |
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Dipl.-Geol. Sebastian Willerich, Dissertation: Charakterisierung und Klassifizierung der Phänomene von langsam kriechenden Verformungen in einem Talzuschub und ihrer Folgeerscheinungen im Rahmen einer geologischen Gefahrenzonierung sowie zur Projektierung von Monitoringsystemen Im Verlauf der letzten 20 Jahre haben sich Gefahrenzonenpläne (GZP) zu einem der wesentlichen Instrumente zur Bewertung von Naturgefahren und damit verbundenen Risiken sowie zur urbanistischen Planung in alpinen Regionen entwickelt. Die Erstellung der GZP erfolgt dabei in der Regel in Übereinstimmung zu den mittlerweile allgemein anerkannten und etablierten Methoden und Veröffentlichungen der sog. "Schweizer Methode" des BUWAL. Dieses System bietet zuverlässige Kriterien zur Klassifizierung nahezu aller auftetenden geologisch und meteorologisch bedingten Naturgefahren. Eines der letzten, bis heute nur unzureichend gelösten Probleme, besteht in der Integration von tiefgreifenden kriechenden Massenbewegungen (Talzuschüben) in die örtlichen Gefahrenzonenpläne. Um dieser Problemstellung gerecht zu werden muss das System der BUWAL-Klassifizierung verlassen werden und es bedarf der Anwendung geeigneter mathematischer Prognosemodelle, die auf der Einrichtung und der Auswertung eines mehrjärigen Monitoringsystems und damit verbundenen numerischen Simulationen basieren. Mit diesem Beitrag wird ein entsprechedes Konzept zur Erfassung des Talzuschubs Algund (Südtirol) im Zuge der Erstellung des kommunalen Gefahrenzonenplans vorgestellt. Beginn der Arbeit SS 2007 Betreuer: Prof. Kurosch Thuro Publikationen: Willerich, S., Thuro, K., Mair, V. (2010): Hazard mapping of the large deep-seated, creeping mass movements of Algund/Meran, South Tyrol. – 11th IAEG Congress, Auckland, New Zealand, 5.-10. Sept. 2010, Geologically Active (paper accepted). Willerich, S., Thuro, K. & Mair, V. (2009): Integration of large deep-seated, creeping mass movements in a regional hazard map - an approach to determinate its probability of occurrence. – Austrian Journal of Earth Sciences, 102/2: 61-68. Willerich, S., Thuro, K. & Mair, V. (2009): Integration of large deep-seated, creeping mass movements in a regional hazard map. – In: Bayerisches Landesamt für Umwelt (ed.): 6th European Conference on Regional Geoscientific Cartography and Information Systems EUREGEO, Earth and Man. – 480 p., Proceedings Volume I, Munich 9.-12. June 2009, 415-418. Willerich, S., Thuro, K. & Mair, V. (2009): „Talzuschub Algund“ – Bewertung des Reaktivierungspotentials einer tiefgreifenden kriechenden Massenbewegung und Erstellung eines Gefahrenzonenplanes für das betroffene Gebiet. – In: Schwerter, R. (ed.): Tagungsband der 17. Tagung für Ingenieurgeologie mit Forum für junge Ingenieurgeologen, Hochschule Zittau-Görlitz, Fachsektion Ingenieurgeologie, Deutsche Gesellschaft für Geotechnik, 6.-9. Mai 2009, 447-450. Willerich, S., Thuro, K. & Mair, V. (2008): Risk management and hazard mitigation in an alpine region (Cortaccia, South Tyrol). – Proceedings of the European Regional Engineering Geology Conference on „The City And its Subterranean Environment“, 15.-19. Sept. 2008, Madrid, Paper No. 134, 7 p. (CD-ROM). Willerich, S., Mair, V. & Thuro, K. (2008): Hazard map, risk assessment, planning of mitigation measures and their realization in alpine regions – case study of Cortaccia, South Tyrol. - Geomechanik & Tunnelbau 1 (2): 139-148. |
aktive, ca. 40m lange Bergzerreissungsstruktur im Kartiergebiet |
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Dipl.-Geol. Stefan Gründer, Dissertation: Hangbewegungen in veränderlich festen Gesteinen der fränkischen Alb Das nordbayerische Deckgebirge wird im Wesentlichen aus drei lithologisch vollkommen unterschiedlichen Gesteinsarten (Kalksteine, Sandsteine, Tonschluffsteine) aufgebaut, die jeweils an mehreren unterschiedlichen stratigraphischen Positionen zu finden sind und sich daher auch gegenseitig beeinflussen. Von besonderem ingenieurgeologischen Interesse sind hierbei die stark überkonsolidierten Keuper- und Jura“tone“ (z.B. Feuerletten, Amaltheenton, Opalinuston), die auf Grund ihrer Wasserempfindlichkeit zum Abrutschen an Hängen neigen. Diese Tonschluffsteine können weder den Festgesteinen noch den Lockergesteinen zugeordnet werden; vielmehr gehören sie der in die Gruppe der „veränderlich festen Gesteine“. Im Rahmen der Arbeit sollen die Hangbewegungsmechanismen untersucht werden, die in diesen mehrere Zehnermeter mächtigen Sedimentabfolgen stattfinden. Beginn der Arbeit: WS 2004/05 Betreuer: Prof. Dr. Kurosch Thuro |
Übersteilter Kanaleinschnitt im Amaltheenton; zu sehen sind die oberflächenparallel abgegangenen Translationsrutschungen.
Standsicherheitsberechnungen zeigen, dass sich die Böschungen im Kanaleinschnitt in einem labilen Zustand (η ≈ 1) befinden |
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Dipl.-Ing (FH) Dipl.-Geol. Christoph Dinger, Dissertation: Naturgefahren in den Alpen und Schutzwaldentwicklung – eine GIS-basierte Gesamtbetrachtung für ein Hochgebirgsareal um Weißbach bei Lofer, Salzburger Land Diese Dissertation wird in Zusammenarbeit mit den bayerischen Staatsforsten (Forstbetrieb St. Martin bei Lofer) erstellt. Das Arbeitsgebiet befindet sich östlich der Bundesstraße 311 etwa 35 km südwestlich der Stadt Salzburg und 14 km nordwestlich von Saalfelden am Steinernen Meer. Die nächstgelegene Ortschaft ist Weißbach bei Lofer im Saalachtal, das sich westlich des Kartiergebietes in nordwestlich-südöstlicher Richtung erstreckt. Im Rahmen von Diplomkartierungen wurde eine geologische Karte im Maßstab 1: 10000 mit Profiltafeln und Erläuterungen im Bereich des Hochkranz erstellt. Als Kartengrundlage für die Geologische Karte diente die Topografische Karte im Maßstab 1: 25000. Beginn der Arbeit: SS 2008 Betreuer: Prof. Dr. Kurosch Thuro |
Standsicherheitsberechnungen zeigen, dass sich die Böschungen im Kanaleinschnitt in einem labilen Zustand (η ≈ 1) befinden |
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Dipl.-Geol. Bettina Sellmeier, Dissertation: Grenzen und Möglichkeiten eines intradisziplinären digitalen Geländemodells bezüglich verschiedener Sturzmodellierungen in 2D und 3D Vorstellung der Arbeitszielsetzung folgt! Beginn der Arbeit: WS 2010/11 Betreuer: Prof. Dr. Kurosch Thuro |
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Dipl.-Ing (FH) MSc (FH) Thomas Oleksuk, Dissertation: Entwicklung einer Methodik zur Sicherheitsbewertung von Gebirgsstraßen im Hinblick auf gravitativ wirkende Naturgefahrprozesse, basierend auf einem risikoorientierten Ansatz Mehrere Schadensereignisse in der jüngeren Vergangenheit (z.B.: 02.07.2005, B 21 - Felsblock trifft voll besetztes Auto - Mädchen schwer am Kopf verletzt; Winter 05/06, B 305 - Straße 31 Tage wegen Lawinengefahr gesperrt usw.) haben gezeigt, dass ein wie bisher verfolgter allgemeiner Schutz unserer wichtigsten Verkehrsachsen gegen gravitative Naturgefahren nicht mehr ausreichend ist. Beginn der Arbeit: SS 2010 Betreuer: Prof. Dr. Kurosch Thuro |
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Abgeschlossene Arbeiten | Spotlight |
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Dipl.-Geol. Dr. Philipp Holzhauser, Dissertation: Bestimmung der Scherfestigkeit an veränderlich festen Gesteinen im Hinblick auf Hangbewegungsphänomene - geotechnische, geologische und ingenieurgeologische Aspekte Abschluss der Arbeit: SS 2010 (Prüfungstermin 17. Juni 2010) Zusammenfassung (PDF): Zwischen den zwei großen Gesteinstypen, den Fest- und den Lockergesteinen existiert ein weites Feld von veränderlich festen Gesteinen, deren Eigenschaften sich durch die Fels- und Bodenmechanik nur schwierig erfassen lassen. Diese Gesteine nehmen große Oberflächenbereiche ein und sind damit auch für viele Hangbewegungen von großer Bedeutung. Betreuer: Prof. Dr. Kurosch Thuro Publikationen: Holzhauser, Ph. & Thuro, K. (2009): Untersuchung der Scherfestigkeit von veränderlich festen Gesteinen im Hinblick auf Hangbewegungsphänomene. – In: Schwerter, R. (ed.): Tagungsband der 17. Tagung für Ingenieurgeologie mit Forum für junge Ingenieurgeologen, Hochschule Zittau-Görlitz, Fachsektion Ingenieurgeologie, Deutsche Gesellschaft für Geotechnik, 6.-9. Mai 2009, 409-412. |
Eibrunner Mergel als ungestörte Probe entnommen (15 cm x 15 cm Kastenformat) |
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Dipl.-Geol. Simon Plank, Diplomarbeit: Eignung des differentiellen Radar-Interferometrie-Verfahrens für Hangbewegungen und Bergbausetzungen Durchführung der Arbeit SS 2009 - WS 2009/10 Mit Hilfe der Fernerkundungstechnik der differentiellen Radar-Interferometrie (D-InSAR) können Deformationen an der Erdoberfläche, z.B. Hangbewegungen und Bergbausetzungen, erfasst und gemessen werden. Bedingt durch die Aufnahmegeometrie des flugzeug- oder satellitengetragenen Radar-Sensors werden Gebiete mit einem topographischen Relief in Radarbildern verzerrt bzw. gestört abgebildet. Dies wirkt sich negativ auf die Eignung von Radaraufnahmen für D-InSAR-Anwendungen aus. So werden bestimmte Bereiche, die z.B. hinter steilen Bergen liegen, vom Radarsignal nicht erreicht und liegen im Radarschatten (shadowing). In hügeligem Gelände werden Hänge, die dem Sensor zugeneigt sind, im Radarbild verkürzt (foreshortening) und Bereiche, die vom Sensor abgeneigt sind, verlängert (elongation) dargestellt. Bei dem in besonders steilem Gelände auftretenden Layover-Effekt kommt es zu einer Überlagerung verschiedener Signale. Einen weiteren Einflussfaktor bildet die Landnutzung im Bereich der geplanten Radaraufnahme. Vegetationsfreie Flächen wie Bebauungen, Straßen und Fels sind im Vergleich zu wald- und wasserbedeckten Flächen durch ihre hohe Beständigkeit in ihren Rückstreuungseigenschaften besser für das D-InSAR-Verfahren geeignet. Im Rahmen dieser Arbeit wird in ArcGIS ein Algorithmus generiert, mit dem unter Verwendung eines digitalen Geländemodells und verschiedener Sensordaten vor einer geplanten Radaraufnahme simuliert werden kann, welche Bereiche des Aufnahmegebietes von Layover oder Shadowing betroffen sein werden. Zudem wird mit einem weiteren Algorithmus der mit der D-InSAR-Methode messbare Bewegungsanteil einer potentiellen Hangbewegung bestimmt. Dies lässt Rückschlüsse auf die tatsächlichen Deformationsbeträge zu. Des Weiteren wird unter Einbezug der Landnutzung im geplanten Aufnahmegebiet ermittelt welche Bereiche des Gebietes, abhängig von den Sensoreigenschaften, für die D-InSAR-Methode geeignet sind. Somit kann bereits im Vorfeld einer Radaraufnahme festgestellt werden, ob sich die Aufnahme lohnt, bzw. mit welchem Blickwinkel und Orbit die besten Ergebnisse erzielt werden können.
Publikationen: Plank, S., Singer, J., Minet, Ch. & Thuro, K. (2010): GIS-basierte Eignungsprüfung des differentiellen Radarinterferometrie-Verfahrens (D-InSAR) zur Deformationsüberwachung von Hangbewegungen. – In: Wunderlich, T. (2010): Ingenieurvermessung 2010. Beiträge zum 16. Internationalen Ingenieurvermessungskurs, München TUM, 23.-27. Feb. 2010, 8 p. Plank, S., Singer, J., Minet, Ch. & Thuro, K. (2010): GIS based suitability evaluation of the Differential Radar Interferometry method (D-InSAR) for the detection and deformation monitoring of landslides. – 11th IAEG Congress, Auckland, New Zealand, 5.-10. Sept. 2010, Geologically Active (paper accepted). Plank, S., Singer, J., Minet, Ch. & Thuro, K. (2009): GIS based suitability evaluation of the differential radarinterferometry method (D-InSAR) for detection and deformation monitoring of landslides. – Advances in the Science and Applications of SAR Interferometry, ESA ESRIN 30th Nov. - 4th Dec. 2009, Frascati, Italy, 8 p. |
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MSc Ing-Hydro. Sonja Störzbach, Masterarbeit Untersuchung der Hangbewegung am Sudelfeld mittels Geoelektrik Durchführung der Arbeit SS 2009 Die Hangbewegung Aggenalm im oberbayerischen Sudelfeld bewegt sich kontinuierlich. Zur Ergänzung der bisher durchgeführten Messmethoden soll der Aufbau des Untergrunds nun mit 2D-Geoelektrik näher untersucht werden. Entlang einer Vielzahl von Profilen – verteilt über den gesamten Hang – werden in der kommenden Zeit mithilfe einer Multielektroden-Anlage (100 Elektroden) zweidimensionale Widerstandsprofile aufgezeichnet. Ziel der Messungen ist es, weitere Informationen über den Aufbau des Untergrundes – im Speziellen die Obergrenze der Kössener Mergel sowie die Lage eventuell vorhandener Schollen aus Oberrhätkalk – zu erhalten. Die Wahl der Profillagen wird sich dabei an den bereits abgeteuften Bohrungen orientieren, um die Ergebnisse der Bohrkernaufnahmen in die Interpretation der Widerstandsprofile einbeziehen zu können. Durch Variation der Auslagenlänge sowie der Elektrodenabstände können die Messtiefe und die erwünschte Messauflösung den Gegebenheiten im jeweiligen Geländeabschnitt angepasst werden.
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MSc Ing-Hydro. Stefan Oertel, Masterarbeit: Gefahrenkartierung im Bereich des Immenstädter Horns Durchführung der Arbeit SS 2009 Im Frühjahr 2006 ereignete sich an der Ostflanke des Immenstädter Horns, südlich von Immenstadt ein Bergrutsch. Dieser fand in der geologischen Einheit der Oberen Süßwassermolasse, innerhalb der Faltenmolasse statt. Der Untergrund wird aus einer Wechselfolge von Konglomeraten mit Sandstein- und Mergellagen aufgebaut. Diese Gesteine mit unterschiedlichen geotechnischen Eigenschaften führen eine Kombination aus verschiedensten Hangbewegungsprozessen herbei. Dies bedingt die Komplexität der vorliegenden Massenbewegung. Im Zuge der Erstellung einer Gefahrenhinweiskarte für den Landkreis Oberallgäu wurde der Bergrutsch vom Landesamt für Umwelt bereits aufgenommen. Aufgrund der Aktualität und des weiterhin bestehenden Gefährdungspotentials der Hangbewegung soll nun eine detailliertere, geologisch-geomorphologische Kartierung durchgeführt werden. Ziel der folgenden Untersuchungen ist es, die Tiefe und den weiteren Verlauf der Massenbewegung, sowie die hydrogeologischen Verhältnisse in dem Gebiet zu erkunden. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse aus dem Gelände können Rückschlüsse auf die ablaufenden Prozesse im Untergrund und die Kinematik der Rutschung gezogen werden. Die Kenntnis davon ermöglicht wiederum eine gezielte Dimensionierung von Überwachungs- und Stabilisierungsmaßnahmen.
Publikationen: Thuro, K. & Oertel, St. (2009): Die instabile Talflanke östlich des Immenstädter Horns - Analyse, Monitoringmöglichkeiten und Langzeitprognose. – Tagung Wasserbau Wallgau, 30.-31. Juli 2009. |
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Dipl.-Geol. Thomas Alzinger, Dipl.-Geol. Bettina Sellmeier, Diplomarbeiten: Geologische Kartierung und Erstellung eines Gefahrenzonenplans im Gebiet um den Hochkranz nahe Weißbach bei Lofer Durchführung der Arbeit SS 2008 - WS 2009/10 Diese kombinierte Diplomkartierung und –arbeit wird in Zusammenarbeit mit den bayrischen Staatsforsten, genauer dem Forstbetrieb St. Martin bei Lofer, erstellt. Das kartierte Gebiet befindet sich östlich der Bundesstraße 311 etwa 35 km südwestlich der Stadt Salzburg und 14 km nordwestlich von Saalfelden am Steinernen Meer. Die nächstgelegene Ortschaft ist Weißbach bei Lofer im Saalachtal, das sich westlich des Kartiergebietes in nordwestlich-südöstlicher Richtung erstreckt. Im Rahmen der Diplomkartierung wurde eine geologische Karte im Maßstab 1: 10000 mit Profiltafel und Erläuterung von zwei aneinander grenzenden Gebieten, nördlich und südlich des Hochkranz, erstellt. Als Kartengrundlage für die Geologische Karte diente die Topografische Karte im Maßstab 1: 25000.
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cand. geol. Dominik Müller, Diplomarbeit Bestimmung und Ableitung von Gesteins- und Gebirgsparameter zur Modellierung von Massenbewegungen Durchführung der Arbeit SS 2009 - WS 2009/10 Für die Dissertation von Dipl.-Geol. Sebastian Willerich mit dem Thema „Gefahrenzone tiefgründige Massenbewegung Algund: Charakterisierung und Klassifizierung der Phänomene im Rahmen einer geologischen Gefahrenzonierung sowie zur Projektierung von Monitoringsystemen“ wurden Para- und Orthogneise der Texel-Einheit (Ostalpin westlich Meran, Südtirol) entnommen. An diesen Proben wurden einaxiale Druckversuche und Spaltzugversuche durchgeführt und somit das V-Modul, E-Modul, die Zerstörungsarbeit und die Spaltzugfestigkeit bestimmt. Ausgehend von den ermittelten Gesteinsparametern, kann mit Hilfe des Geological Strength Index (GSI) für verschiedene geologische Verhältnisse die Gebirgsfestigkeit im Verhältnis zur Gesteinsfestigkeit abgeschätzt und analysiert werden.
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Dipl.-Geol. Katharina Heibl, Diplomarbeit und -kartierung: Geologische Kartierung und Untersuchung der Großhangbewegung am Bolsterlanger Horn im Allgäu Durchführung der Arbeit WS 2006/07 - WS 2007/08 Im Rahmen des Projektes GEORISK soll am Landesamt für Umwelt (LfU) eine Karte der durch Hangbewegungen gefährdeten Bereiche im Oberallgäu erstellt werden. Bereits 1996 wurde bei einer Begehung durch Mitarbeiter des damaligen GLA am Bolsterlanger Horn im Oberallgäu eine großräumige Hangbewegung festgestellt. In Absprache mit Herrn Dr. von Poschinger und Herrn Dipl. Geol. Mayer der Abteilung für Angewandte Geologie am LfU wurde von Herrn Prof. Dr. Herbert Scholz die Kartierung und Bearbeitung dieses Gebietes um das Bolsterlanger Horn als kombinierte Diplomarbeit und -kartierung vergeben. Die Ergebnisse der Diplomarbeit fließen mit in das GEORISK Projekt ein. Betreuer: Prof. Dr. Herbert Scholz & Prof. Dr. Kurosch Thuro |
Bolsterlanger Horn im Allgäu |
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Dipl.-Geol. Korbinian Schmid, Diplomarbeit und -kartierung: Geologische Kartierung und Untersuchungen zu flachgründigen Hangbewegungen im Gebiet von Vorderhindelang im Allgäu Durchführung der Arbeit WS 2006/07 - WS 2007/08 Auf Vorschlag von Herrn Dr. von Poschinger und Herrn Dipl.-Geol. Mayer von der Abteilung Angewandte Geologie am Bayerischen Landesamt für Umwelt (LFU) wurde im Sommer und Herbst 2006 ein Gebiet im Bereich von Vorderhindelang im Oberallgäu im Maßstab 1 : 5 000 geologisch-morphologisch kartiert. Die Arbeit wird von Herrn Prof. Dr. Scholz betreut und die Ergebnisse sollen in das GEORISK-Projekt des LFU einfließen. Im Rahmen der Kartierung ging es einerseits darum, den recht komplizierten geologischen Aufbau dieser Region weiter aufzuklären, andererseits sollten insbesondere alle Hangbewegungsphänomene detailliert aufgenommen und dokumentiert werden. Betreuer: Prof. Dr. Herbert Scholz & Prof. Dr. Kurosch Thuro |
Skizze der flachgründigen Hangbewegungen im Gebiet von Vorderhindelang |
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Dipl.-Geol. Maike Weißflog, Diplomarbeit & -kartierung: Ursachen und Phänomene des Talzuschubs am Stupfarri/Vorderes Kaunertal, Tirol Durchführung der Arbeit WS 2006/07 - WS 2007/08 Talzuschub – das Stiefkind unter den Hangbewegungen. In menschlichen Zeiträumen können Talzuschübe und ihre Bewegungsraten kaum gemessen werden und sind deshalb nur wenig untersucht. Dennoch sind sie auf Karten und Luftbildern deutlich zuerkennen und abzugrenzen. Eine geomorphologische Kartierung der oberflächigen Phänomene kann als Grundlage zur Erforschung der mechanischen Zusammenhänge genutzt werden. Betreuer: Prof. Dr. Kurosch Thuro Publikationen: Weißflog, M., Thuro, K. & Zangerl, Ch. (2009): Analysis of a large deep-seated creeping mass movement - the Stupfarri Landslide, Kaunertal, Austria. – 6th European Conference on Regional Geoscientific Cartography and Information Systems EuReGeo, Munich 9.-12. June 2009, 4 p. (in print). |
3D-Ansicht des Talzuschubs unterhalb des Stupfarri im vorderen Kaunatal |
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Dipl.-Geol. Sven Jung, Diplomarbeit & -kartierung: Kartierung der Phänomene und ingenieurgeologische Untersuchungen der Hangbewegung Sudelfeld bei Bayrischzell Durchführung der Arbeit WS 2006/07 - SS 2007 Im östlichen Sudelfeld, zwischen Oberaudorf und Bayrischzell, gerieten am Ostersonntag 1935 1,5 Mio. m³ in Bewegung. Eine Reaktivierung der nördlichen Flanke mit einem Volumen von ca. 30000 m³ erfolgte im Jahr 1997. Die Bewegungen setzen sich im Bereich von Zentimetern pro Jahr fort und werden halbjährig vom Geologischen Dienst des LfU im Rahmen des GEORISK-Programms überwacht. Betreuer: Prof. Dr. Kurosch Thuro (mit Dipl.-Geol. John Singer) |
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MSc Ferdinand Flechtner, Bachelor-Arbeit: Untersuchung der Hangbewegung am Sudelfeld mittels Radarinterferometrie Durchführung der Arbeit SS 2007 Die Aufgabe dieses Teilprojektes, ist die Untersuchung der Hangbewegung Sudelfeld mit Hilfe von Fernerkundung, d.h. mit differentieller SAR Interferometrie (D-InSAR). Betreuer: Prof. Dr. Kurosch Thuro (mit Dipl.-Geol. John Singer) |
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BSc Daniel Weiß, Bachelor-Arbeit: Kalibrierung der Deformationsmessung mit TDR-Kabeln Durchführung der Arbeit SS 2007 Bei der Messung mit Time Domain Reflectometry TDR werden Koaxkabel zur Deformationsmessung einer Scherbahn in der Tiefe verwendet. Um über die Amplitude des reflektierten Signals die Verformung zu erhalten, müssen Kalibrierversuche mit verscheidenen Kabeltypen bei unterschiedlichen mechanischen Belastungsarten durchgeführt werden. Ferner spielt die Interaktion zwischen Kabel, Injektionsgut (im Ringraum der Bohrung) und dem Gebirge eine große Rolle. Daher werden komplette Kombinationen in einem neu konstruierten TDR-Versuchsstand getestet. Betreuer: Prof. Dr. Kurosch Thuro (mit Dipl.-Geol. John Singer) |
Messung der Tiefe einer Scherbahn mittels TDR |
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